Tower in Nürnberg (Foto: Airport Nürnberg / Max Haselmann).
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Flughafen Nürnberg bereitet Winterdienst 2026 durch regionale Kooperationen vor

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Der Flughafen Nürnberg hat frühzeitig mit den personellen Planungen für die kommende Wintersaison 2026 begonnen und setzt dabei verstärkt auf die Unterstützung durch die regionale Landwirtschaft.

Um den sicheren Flugbetrieb auch bei extremen Witterungsverhältnissen aufrechtzuerhalten, sucht der Flughafenbetreiber Landwirte aus dem Umland, die mit ihrer Erfahrung im Umgang mit schweren Maschinen und entsprechender technischer Ausrüstung den internen Winterdienst verstärken. Das „Team Winterdienst“ tritt ab November in Bereitschaft, um die Sicherheit der Passagiere und den reibungslosen Ablauf der Flugbewegungen rund um die Uhr zu gewährleisten.

Die operativen Anforderungen am Standort Nürnberg sind erheblich: Insgesamt müssen mehr als 600.000 Quadratmeter Fläche schnee- und eisfrei gehalten werden. Das Herzstück der Anlage, die 2.700 Meter lange Start- und Landebahn, muss im Ernstfall innerhalb von etwa 15 Minuten geräumt werden können, um Sperrungen des Luftraums zu vermeiden. Hierfür kommen spezialisierte Kehrblasgeräte, Schneefräsen und Enteisungsfahrzeuge zum Einsatz. Da die Kapazitäten des Stammpersonals, das sich teilweise aus Verwaltungsmitarbeitern und Technikern des Flughafens zusammensetzt, bei langanhaltendem Schneefall oft nicht ausreichen, sind externe Kräfte für die personelle Skalierbarkeit des Betriebs essenziell.

Für interessierte Landwirte findet am 30. Juni 2026 eine Informationsveranstaltung im Nürnberger Stadtteil Kraftshof statt. Dort werden technische Details, die notwendigen Schulungen für den Einsatz auf den Sicherheitsflächen des Vorfelds sowie die Vergütungsmodelle erläutert. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass solche Kooperationen zwischen Flughäfen und lokalen Agrarbetrieben in Deutschland Tradition haben, da Landwirte in den Wintermonaten oft über freie Kapazitäten verfügen und die robusten Traktoren ideal für Räumarbeiten auf großen befestigten Flächen geeignet sind. Die Integration externer Fahrer erfordert jedoch eine strikte Einhaltung der Luftsicherheitsrichtlinien, weshalb frühzeitige Unterweisungen und Hintergrundüberprüfungen unumgänglich sind.

Der Flughafen Nürnberg investiert kontinuierlich in die Modernisierung seines Fuhrparks, um die Effizienz der Räumketten zu steigern. Neben der mechanischen Reinigung kommen spezielle chemische Enteisungsmittel auf Acetat- oder Formiatbasis zum Einsatz, die für den Flugzeugverkehr zugelassen sind und die Korrosion an den Maschinen minimieren. Durch die Einbindung regionaler Partner sichert der Flughafen nicht nur den Standortvorteil der ständigen Erreichbarkeit, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Verflechtung mit dem Knoblauchsland und den angrenzenden Gemeinden. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft der Flotte so zu optimieren, dass auch bei widrigen Wetterlagen der Winterflugplan ohne nennenswerte Verzögerungen eingehalten werden kann.

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