Die Flughafen-Feuerwehr am Airport Paderborn/Lippstadt hat ihre Ausbildungsinfrastruktur durch die Anschaffung einer modernen Trainingsanlage erneuert.
Wie die Flughafengesellschaft mitteilte, ermöglicht die neue Technik die realitätsnahe Simulation komplexer Schadensszenarien. Dazu gehören unter anderem kontrollierte Brände an Flugzeugtriebwerken und Fahrwerken sowie Leckagen an unter Druck stehenden Leitungen. Das bisherige Schulungssystem war seit rund zwei Jahrzehnten im Einsatz und entsprach nicht mehr den gestiegenen regulatorischen Vorgaben und technischen Sicherheitsstandards für den Flughafenbrandschutz.
Die Investition dient der Erfüllung der Vorgaben der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die regelmäßige und zertifizierte Praxisschulungen für das Rettungs- und Löschpersonal an Verkehrsflughäfen vorschreibt. Die neue Anlage erlaubt eine gezielte Brandbekämpfung unter kontrollierten Bedingungen, wobei unterschiedliche Szenarien per Knopfdruck simuliert und im Notfall sofort abgeschaltet werden können. Dadurch lässt sich die Einsatztaktik bei Flugzeugbränden präzise schulen, ohne dass unkalkulierbare Risiken für das Übungspersonal entstehen.
Über den internen Dienstbetrieb hinaus fungiert der Standort Paderborn/Lippstadt als Schulungszentrum für externe Kräfte. Die Flughafen-Feuerwehr führt auf dem Areal regelmäßige Gemeinschaftsübungen mit kommunalen Freiwilligen- und Berufsfeuerwehren der umliegenden Kreise durch, um die Zusammenarbeit bei Großschadenslagen auf dem Flughafengelände zu optimieren. Ergänzend werden Sicherheitsschulungen und praktische Brandschutzunterweisungen für das Kabinenpersonal verschiedener Fluggesellschaften angeboten.
Mit der Inbetriebnahme der Anlage stellt der Regionalflughafen die Einsatzbereitschaft seiner Rettungskräfte auf eine aktuelle technische Grundlage. Branchenexperten verweisen darauf, dass die stetige Anpassung der Ausbildungsinfrastruktur an moderne Flugzeugmuster essenziell ist, da veränderte Baumaterialien und Triebwerkstechnologien im Ernstfall spezifische Löschverfahren erfordern.