Die Fluggesellschaft Air France-KLM und die Groupe ADP haben eine neue Initiative am Flughafen Paris-Charles de Gaulle gestartet, um Umsteigepassagieren den Transit zu erleichtern. Unter dem Namen „Short Connection Pass“ wird ein System eingeführt, das Passagiere mit knapper Umsteigezeit automatisch erkennt und ihnen einen Priority-Zugang an den Sicherheits- und Grenzkontrollen ermöglicht. Dies ist die erste konkrete Umsetzung der Partnerschaft „Connect France“, die auf der Pariser Luftfahrtschau im Juni angekündigt wurde.
Das System soll bei Flügen mit einer Umsteigezeit unterhalb eines festgelegten Grenzwertes, beispielsweise 45 Minuten, aktiviert werden. Betroffene Passagiere erhalten automatisch eine Benachrichtigung per SMS und E-Mail, die ihnen mitteilt, daß sie den Priority-Zugang nutzen können. Künftig sollen die Benachrichtigungen auch über die Air France Mobile App und WhatsApp versendet werden. Beim Scannen ihrer Bordkarten an den Kontrollstellen werden die Passagiere erkannt und erhalten eine bevorzugte Abfertigung.
Das neue System basiert auf einem Echtzeit-Datenaustausch zwischen Air France, der Groupe ADP und deren Dienstleistern. Dabei werden Daten wie die geschätzte Gehzeit durch den Flughafen, die Wartezeiten an den Kontrollen und die aktuelle Abflugzeit des Folgefluges berücksichtigt. Régis Lacote, Direktor des Flughafens Paris-Charles de Gaulle, bezeichnete die Initiative als „echten Fortschritt für ein verbessertes Reiseerlebnis“. Alain-Hervé Bernard, Executive Vice President of Operations and Cargo bei Air France, betonte, daß man damit die Attraktivität des Drehkreuzes weiter stärken wolle.
Paris-Charles de Gaulle ist das wichtigste Drehkreuz von Air France und gehört zu den größten Flughäfen Europas. Täglich nutzen bis zu 140.000 Passagiere die Fluggesellschaft, von denen fast die Hälfte umsteigt. Das neue System zur Priorisierung von Passagieren soll die Effizienz des Flughafens verbessern und die Position als eines der weltweit führenden Drehkreuze festigen.