Der Flughafen Stuttgart ist vom europäischen Dachverband Airports Council International (ACI) Europe für die fortschreitende Technologisierung seines Vorfeldbetriebs ausgezeichnet worden. Der Verband, in dem über 600 europäische Flughäfen repräsentiert sind, verlieh dem baden-württembergischen Airport den „Eco-Innovation Award“.
Gewürdigt wurde damit der ganzheitliche technologische Ansatz bei der Umsetzung eines vollelektrischen Abfertigungsprozesses (Turnaround), bei dem alle Arbeitsschritte am Flugzeug zwischen der Landung und dem nächsten Start prozessual umgestellt werden.
Die Umstellung der Vorfeldflotte ist Teil eines langfristigen Modernisierungsprogramms des Flughafenbetreibers unter der Leitung des Geschäftsführungssprechers Ulrich Heppe. Das operative Ziel der Unternehmensstrategie namens „STRzero“ sieht vor, bis zum Jahr 2030 sämtliche Bodenverkehrsdienste und Transporte auf dem Rollfeld ausschließlich mit elektrischen Fahrzeugen und Spezialgeräten abzuwickeln. Nach Angaben der Flughafen Stuttgart GmbH führt der systematische Einsatz der elektrifizierten Flotte zu einer erheblichen Reduzierung des konventionellen Kraftstoffverbrauchs. Jährlich werden durch den E-Fuhrpark rund 1.160.000 Liter Dieselkraftstoff eingespart, was durch den zusätzlichen Einsatz von synthetischem HVO-Diesel bei den verbleibenden Verbrennungsmotoren ergänzt wird.
Die technologische Transformation des Stuttgarter Fuhrparks blickt auf eine jahrzehntelange Entwicklung zurück. Bereits im Jahr 1991 wurde der erste Hybrid-Gepäckschlepper auf dem Vorfeld in Betrieb genommen. Seit 2018 erfolgt der gesamte Transport von Passagieren und Reisegepäck auf dem Stuttgarter Flugfeld flächendeckend mit batteriebetriebenen Fahrzeugen. Ein weiterer logistischer Schritt wurde im Jahr 2024 in Zusammenarbeit mit dem Betankungsdienstleister Skytanking realisiert, als der weltweit erste vollelektrische Tankwagen der 40-Kubikmeter-Klasse in den regulären Betrieb integriert wurde.