Office Park 4 am Flughafen Wien (Foto: Flughafen Wien AG / Pepo Schuster, austrofocus.at).
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Flughafen Wien: Angelika Ponecz übernimmt Geschäftsführung der Vienna AirportCity Event GmbH

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Die Vienna AirportCity Event GmbH (VAC), eine Tochtergesellschaft der Flughafen Wien AG, steht unter neuer operativer Leitung. Mit Wirkung zum 1. Juli 2026 hat Angelika Ponecz die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen.

Sie folgt in dieser Funktion auf Christoph Schmidt, der aus dem Unternehmen ausscheidet, um sich selbstständig zu machen. Ponecz war erst einen Monat zuvor, Anfang Juni 2026, als Leiterin für Business Development in die AirportCity eingetreten. Der Vorstand der Flughafen Wien AG, bestehend aus Julian Jäger und Günther Ofner, begründete die Personalentscheidung mit der langjährigen Vertriebs- und Managementkompetenz der neuen Geschäftsführerin im Konferenz- und Hotelleriesektor.

Die Neubesetzung markiert für die Managerin eine Rückkehr an den Flughafenstandort Schwechat. Ponecz blickt auf eine über drei Jahrzehnte umfassende Tätigkeit in der Hotel- und Tourismusbranche zurück. Unter anderem war sie mehr als zwanzig Jahre in leitenden Funktionen für das am Flughafen angesiedelte NH Hotel tätig, das sie zeitweise auch als Geschäftsführerin leitete. Zu ihren weiteren beruflichen Stationen gehörten Führungspositionen im Wiener Hotel Grand Ferdinand sowie im Steigenberger Hotel & Spa in Krems an der Donau. In ihrer neuen Position verantwortet sie primär die operative Vermarktung und Auslastung der gewerblichen Konferenz- und Veranstaltungsflächen auf dem Flughafengelände.

Die Vienna AirportCity Event GmbH agiert in einem stark umkämpften Marktumfeld für Geschäftsveranstaltungen und Kongresse. Das Geschäftsmodell basiert darauf, die logistischen Vorteile des Flughafen-Verkehrsknotenpunkts – wie die direkte Anbindung an den Flugverkehr, das Bahnnetz und die Autobahn – in Buchungen für Business-Events umzumünzen. Branchenbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass der Markt für internationale Großkongresse und Firmentagungen seit den strukturellen Verschiebungen hin zu digitalen Meetings unter erheblichem Druck steht. Die physische Auslastung von Eventflächen an Peripheriestandorten wie Flughäfen erfordert im Vergleich zu innerstädtischen Kultur- und Kongresszentren zunehmend aggressive Preis- und Vertriebsstrategien.

Das Management der AirportCity versucht, den Non-Aviation-Umsatz des Flughafens durch eine stärkere Verknüpfung von Hotellerie, Gastronomie und Konferenzdienstleistungen zu stabilisieren. Für die Betreibergesellschaft ist die kontinuierliche Vermietung dieser Immobilienflächen von wirtschaftlicher Bedeutung, um die getätigten Infrastrukturinvestitionen zu amortisieren. Ob der personelle Wechsel an der Spitze der Event-Tochter ausreicht, um in einem von volatiler Unternehmensnachfrage geprägten Umfeld neue Marktanteile im Tagungstourismus zu sichern, bleibt angesichts der regionalen Konkurrenz im Großraum Wien abzuwarten.

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