Die Flughafen-Wien-Gruppe hat das erste Quartal des Jahres 2026 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Im Berichtsmonat März stieg die Zahl der Reisenden im gesamten Konzernnetzwerk, zu dem neben dem Standort Wien auch die Beteiligungen am Malta Airport und am Flughafen Kosice gehören, um 5,1 Prozent auf insgesamt 3.146.473 Personen. Während der Standort Wien ein moderates Plus von 1,9 Prozent verzeichnete, entwickelten sich die internationalen Standorte deutlich dynamischer. Malta meldete einen Zuwachs von 12,5 Prozent, und am Flughafen Kosice stieg das Aufkommen um über 50 Prozent an. Insgesamt fertigte die Gruppe von Januar bis März rund 8,35 Millionen Passagiere ab.
Am Standort Wien wurde die Entwicklung maßgeblich durch geopolitische Faktoren beeinflusst. Der Nahost-Konflikt führte seit Ende Februar zu massiven Einschränkungen im Flugverkehr der Region, was sich in einem Rückgang der Passagierzahlen in den Nahen und Mittleren Osten um etwa 90 Prozent widerspiegelte. Dennoch konnte der Flughafen Wien durch Zuwächse in anderen Sektoren, insbesondere in den Fernen Osten (+41,5 Prozent) und nach Afrika (+10,6 Prozent), ein positives Gesamtergebnis erzielen. Ein signifikanter Teil des Wachstums in Wien resultierte zudem aus transitbedingten Zwischenlandungen von Air India zur Betankung, bei denen die Fluggäste an Bord bleiben.
Die betriebliche Effizienz am Wiener Drehkreuz verbesserte sich im März spürbar. Trotz eines leichten Rückgangs der Flugbewegungen um 1,4 Prozent auf 17.585 Starts und Landungen stieg der Sitzladefaktor um 4,0 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent an. Dies deutet auf eine höhere Auslastung der eingesetzten Maschinen hin. Im Frachtbereich verzeichnete der Standort hingegen einen Rückgang um 8,0 Prozent auf 26.221 Tonnen, während das kumulierte Frachtaufkommen des ersten Quartals mit 73.605 Tonnen noch knapp über dem Vorjahresniveau lag. Die Unternehmensführung hält trotz der instabilen Lage im Nahen Osten an ihrer bisherigen Finanz- und Verkehrsplanung für das Gesamtjahr 2026 fest.
Zusätzliche Daten belegen eine stabile Erholung im Langstreckensegment nach Nordamerika sowie ein kontinuierliches Interesse an westeuropäischen Destinationen, die im März mit über 810.000 Passagieren den größten Marktanteil ausmachten. Die Rolle Wiens als Transferknotenpunkt bleibt mit 455.896 Umsteigern stabil, wobei der Anteil der Lokalpassagiere mit 1,78 Millionen Reisenden den Kern des Geschäfts bildet. Die weitere Entwicklung hängt nach Angaben der Flughafen Wien AG stark von der Dauer der störenden Einflüsse im Nahen Osten ab, wobei die Diversifizierung des Streckennetzes als stabilisierender Faktor fungiert.