Der Flughafen Wien hat einen weiteren Schritt in seiner langfristigen Strategie zur Qualitätssteigerung vollzogen und die künftigen Gastronomiepartner für die Terminal 3-Süderweiterung vorgestellt. In einer feierlichen Präsentation im Wiener Rathaus verkündete Flughafen-Vorstand Julian Jäger gemeinsam mit Bürgermeister Michael Ludwig und Vertretern der Wiener Gastronomieszene das künftige kulinarische Angebot.
Ab dem zweiten Quartal 2027 wird der Airport seine Gastro- und Retailflächen um rund 10.000 Quadratmeter erweitern. Das Konzept setzt dabei konsequent auf lokale Identität und bringt renommierte Marken wie Figlmüller, das Café Landtmann, Mochi und Do & Co direkt in den Sicherheitsbereich. Ziel ist es, den Flughafen als authentische Visitenkarte der Stadt Wien zu positionieren und durch eine hohe Dichte an Top-Marken, die üblicherweise dem Stadtzentrum vorbehalten sind, den Sprung in die internationale 5-Sterne-Liga der Flughäfen zu vollziehen.
Wiener Institutionen und moderne Fusionsküche auf 70.000 Quadratmetern
Die Süderweiterung des Terminals 3 ist das derzeit bedeutendste Infrastrukturprojekt am Standort Schwechat. Auf insgesamt 70.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen nicht nur neue Gates und Lounges, sondern vor allem ein kulinarisches Ökosystem, das die gesamte Bandbreite der Wiener Esskultur abbildet. Ein zentrales Highlight wird das neue Full-Service-Restaurant der Familie Figlmüller sein. Auf einer Fläche von 700 Quadratmetern wird das international bekannte Wiener Schnitzel in einem Ambiente serviert, das klassische Wirtshaustradition mit den Anforderungen eines modernen Flughafenbetriebs verbindet.
Ergänzt wird dieses traditionelle Angebot durch das Landtmann Daily, einen Ableger des weltberühmten Ringstraßencafés, der im neuen Foodcourt österreichische Mehlspeisen und Schmankerl anbieten wird. Auch die traditionsreiche Konditorei Aida und das Catering-Unternehmen Do & Co, das bereits seit 2012 am Standort vertreten ist, weiten ihre Präsenz aus. Do & Co wird in der Süderweiterung unter anderem das Café Demel sowie eine Bar und ein Henry-Selbstbedienungsrestaurant betreiben. Für Reisende bedeutet dies eine signifikante Aufwertung der Aufenthaltsqualität, da das gastronomische Angebot weit über die üblichen internationalen Ketten hinausgeht und einen direkten Bezug zum Zielort herstellt.
Urbane Trends und internationale Einflüsse im Foodcourt
Neben den klassischen Institutionen setzt der Flughafen Wien verstärkt auf moderne Konzepte, die das zeitgenössische Wien widerspiegeln. Mit dem Restaurant o.m.k by Mochi zieht eine der erfolgreichsten Fusionsküchen der Stadt an den Airport. Die Betreiber rund um Tobias Müller bringen japanisch-pazifische Einflüsse in den Terminal, während Neni mit seiner levantinischen Marktküche für eine moderne, internationale Ausrichtung sorgt. Auch die italienische Gastronomie ist durch die Familie Barbaro vertreten, die unter dem Namen Barbaro All’aeroporto erstmals ein original neapolitanisches Pizza-Konzept an den Flughafen bringt.
Für Liebhaber exklusiver Barkultur wird die Wiener Szenebar Tür 7 mit dem Konzept Viennity by Tür 7 vertreten sein. Die mehrfach ausgezeichnete Bar, die in der Stadt für ihre individuellen Cocktail-Kreationen bekannt ist, wird auch am Flughafen auf extravagante Drinks und hochwertige Mocktails setzen. Abgerundet wird das gesunde Angebot durch regionale Pioniere wie Veganista, die auf pflanzliche Spezialitäten setzen, und die Juice Factory, die seit Jahren erfolgreich frische Säfte und Bowls am Standort vertreibt. Diese Mischung aus Tradition und Moderne soll sicherstellen, dass sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen ein Angebot vorfinden, das ihren individuellen Bedürfnissen und Zeitplänen entspricht.
Logistische Meisterleistung durch erfahrene Systemgastronomen
Der Betrieb von Gastronomieflächen hinter der Sicherheitskontrolle unterliegt strengen regulatorischen und logistischen Rahmenbedingungen. Um die hohen Standards in der täglichen Praxis umzusetzen, arbeitet der Flughafen Wien mit zwei weltweit führenden Experten für Airport-Gastronomie zusammen: SSP Austria und Lagardère Travel Retail Austria. Diese Unternehmen fungieren als operative Schnittstelle zwischen den individuellen Gastronomiemarken und der Flughafen-Infrastruktur.
SSP Austria, bereits bekannt für Konzepte wie Jamie Oliver oder Wolfgang Puck am Standort, wird in der Süderweiterung die Einheiten von Figlmüller, Landtmann, Mochi und Tür 7 verantworten. Lagardère Travel Retail hingegen übernimmt den operativen Betrieb für Neni, Barbaro und Aida. Die Zusammenarbeit ermöglicht es den Gastronomen, ihre markentypische Qualität beizubehalten, während die erfahrenen Betreiber die komplexen Passagierflüsse, Sicherheitsbestimmungen und die notwendige Logistik für die Warenanlieferung im sensiblen Flughafenbereich managen.
Der Weg zum 5-Sterne-Airport und wirtschaftliche Impulse
Die Süderweiterung ist für den Flughafen Wien mehr als nur eine räumliche Vergrößerung. Mit der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2027 strebt die Flughafen Wien AG das begehrte 5-Sterne-Prädikat der Ratingagentur Skytrax an. Neben der Gastronomie tragen dazu 18 neue Bus-Gates, eine zentrale Sicherheitskontrolle auf dem neuesten Stand der Technik sowie 6.000 Quadratmeter an exklusiven Lounge-Flächen bei. Julian Jäger betonte, dass die Süderweiterung die Aufenthaltsqualität auf ein neues Niveau heben werde, indem bequeme Transferverbindungen zwischen den verschiedenen Gate-Bereichen geschaffen werden.
Das Projekt hat zudem eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Durch die Ansiedlung von rund 30 neuen Restaurants und Shops werden zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Für die Stadt Wien und den WienTourismus fungiert der ausgebaute Terminal als erste und letzte Kontaktstelle mit den internationalen Gästen. Die Entscheidung, auf authentische Wiener Marken zu setzen, wird daher auch als strategische Marketingmaßnahme für die gesamte Destination gewertet. Mit der Kombination aus funktionaler Exzellenz und kulinarischem Anspruch positioniert sich der Flughafen Wien als einer der führenden Verkehrsknotenpunkte in Mitteleuropa, der die lokale Kultur bereits am Gate erlebbar macht.