Die Flughafen Zürich AG führt vom 2. bis 8. November 2026 gemeinsam mit zwölf Partnerunternehmen eine Aktionswoche zur Berufsorientierung durch.
An der Großveranstaltung beteiligen sich maßgebliche Akteure des Standorts, darunter die Fluggesellschaften Swiss, Edelweiss und Helvetic Airways, der Flugsicherungsdienstleister Skyguide, der Wartungsbetrieb SR Technics sowie die Bodenabfertiger Swissport und dnata. Ziel der Initiative ist es, Schülern vor der Berufswahl und wechselwilligen Fachkräften einen Einblick in die operativen Abläufe und die unterschiedlichen Berufsbilder des Standorts zu bieten.
Das Programm umfasst betriebliche Führungen hinter die Kulissen der Logistik- und Instandhaltungshallen, Präsentationen zu Ausbildungswegen sowie ein am 7. November 2026 terminiertes Format zur direkten Kontaktaufnahme auf der Zuschauerterrasse B. Neben den aviatischen Kernbereichen präsentieren auch Dienstleister aus den Sektoren Retail, Gastronomie und Gebäudemanagement wie Dufry, Autogrill und ISS ihre Beschäftigungsmodelle. Am Flughafen Zürich sind in rund 300 ansässigen Firmen insgesamt etwa 35.000 Mitarbeiter beschäftigt, womit das Areal zu den größten zusammenhängenden Arbeitsstätten der Region zählt.
Die Ausrichtung der Berufstage erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Personalbedarfs in der gesamten Luftfahrtbranche. Nach den operativen Verwerfungen und Engpässen der vergangenen Jahre stehen Abfertigungsbetriebe, Sicherheitsdienstleister und Instandhaltungsunternehmen vor der Aufgabe, vakante Stellen in Schicht- und Infrastrukturbetrieben dauerhaft zu besetzen. Der direkte Austausch vor Ort soll Hürden im Bewerbungsprozess abbauen und den Nachwuchsbedarf für den Boden- und Flugbetrieb langfristig sichern.
Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass die Personalgewinnung in der Luftfahrtbranche weiterhin durch spezifische Rahmenbedingungen erschwert wird. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Schichtdienste an Wochenenden und Feiertagen sowie komplexe Sicherheitsüberprüfungen vor der Arbeitsaufnahme dämpfen das Interesse potenzieller Bewerber. Die Wirkung rein informativer Orientierungstage bleibt daher begrenzt, wenn sie nicht von wettbewerbsfähigen Lohnstrukturen und verlässlichen Dienstplänen der jeweiligen Arbeitgeber begleitet wird.