SAS-Heckflosse (Foto: Robert Spohr).
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Fluglinie kehrt zurück: SAS nimmt nach sieben Jahren wieder Kurs auf Wien

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Nach siebenjähriger Unterbrechung kehrt die skandinavische Fluggesellschaft SAS auf die Flugroute zwischen Wien und Kopenhagen zurück. Ab dem 26. Oktober wird SAS wieder zwölf wöchentliche Verbindungen zwischen den beiden Städten anbieten. Die Flüge werden das ganze Jahr über zweimal täglich, morgens und abends, durchgeführt, ausgenommen am Samstag.

Diese Wiederaufnahme der Flüge ist Teil einer strategischen Ausweitung des Flugplans der SAS, die kürzlich das Luftfahrtbündnis gewechselt hat. Für den Flughafen Wien bedeutet dies eine willkommene Kapazitätssteigerung und eine Stärkung der Anbindung an den nordischen Raum. Die Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Destination Dänemark und der Drehscheibe Kopenhagen im internationalen Flugverkehr.

Ausbau des Streckennetzes und neue Allianzen

Die Fluggesellschaft SAS setzt auf eine Expansion ihres Streckennetzes. Neben der wiederaufgenommenen Verbindung nach Wien nimmt die Fluglinie auch Tel Aviv ganzjährig in ihr Programm auf. Für den Winterflugplan sind zudem neue saisonale Flüge nach Marrakesch, Funchal, Fuerteventura und Kittilä geplant. Die Wiederaufnahme der Wien-Flüge ist ein signifikanter Schritt, der die Position der SAS als wichtiger Akteur in Europa stärkt.

Die Flüge zwischen Wien und Kopenhagen werden mit Flugzeugen des Typs Embraer 95 und CRJ9 durchgeführt. Über den Drehkreuz-Flughafen in Kopenhagen können Passagiere Anschlußflüge zu fast allen Regionen Skandinaviens sowie zu Langstreckenverbindungen nach Nordamerika und Asien erreichen. Laut Informationen starten 99 Prozent der Langstreckenflüge der SAS in der dänischen Hauptstadt. Die Fluggesellschaft hat zudem kürzlich, Anfang September 2024, von der Star Alliance zur SkyTeam-Allianz gewechselt. Die SAS gilt als die pünktlichste Airline in Europa und belegt im weltweiten Pünktlichkeits-Ranking den dritten Platz.

Das Angebot an Bord und die Philosophie der SAS

Auf den internationalen Strecken in Europa bietet SAS zwei Serviceklassen: SAS Plus (entspricht der Business Class) und SAS Go (entspricht der Economy Class). Auf den kürzeren Inlandsflügen in Skandinavien gibt es ebenfalls eine Aufteilung in Premium (SAS Plus) und Eco (SAS Go). Für die Langstreckenflüge nach Nordamerika, Bangkok, Seoul und Tokio kommt eine Dreiklassen-Konfiguration mit SAS Business, SAS Plus (Premium) und SAS Go (Eco) zum Einsatz. Dieses differenzierte Angebot ermöglicht es der Fluggesellschaft, eine breite Palette von Kunden, von Geschäftsreisenden bis zu Touristen, anzusprechen.

SAS bietet eine Vielzahl von Tarifmodellen an, um den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Kundschaft gerecht zu werden, darunter Jugend- und Arbeitstarife, sowie spezielle Tarife für Kreuzfahrten, Gruppenreisen und Pauschalurlaube. Bei einer Präsentation in Wien, die gemeinsam mit der Tourismusorganisation Visit Denmark stattfand, äußerte Germana Monti, die Key Account Manager Global Sales von SAS, ihre Freude über die Rückkehr nach Wien.

Dänemark als aufstrebende Reisedestination

Die Rückkehr der SAS nach Wien kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Dänemark versucht, seine Anziehungskraft auf Reisende aus Österreich und der Schweiz zu erhöhen. Bisher zählt das Land, das oft als eines der glücklichsten der Welt bezeichnet wird, nicht zu den Hauptreisezielen der Österreicher, die lediglich 0,5 Prozent der Ankünfte ausmachen. Die Schweiz liegt mit 1,2 Prozent nur knapp darüber. Die Tourismusbehörde Visit Denmark setzt alles daran, das zu ändern.

Anh Thi Van Ißleib von Visit Denmark erklärte im Rahmen der Präsentation, man wolle den Österreichern und Schweizern Dänemark „schmackhaft machen“. Sie hoben hervor, daß das Land nicht nur für seine „Hygge“ (Gemütlichkeit) bekannt sei, sondern auch kulturelle und historische Erlebnisse, vielfältige Outdoor-Aktivitäten und eine aufstrebende Gastronomie biete. Allein in Kopenhagen gibt es 26 Restaurants, die mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Der Fokus auf kulturelle, kulinarische und naturnahe Erlebnisse soll neue Reisegruppen anziehen und die Destination attraktiver machen.

Die Wiederaufnahme der direkten Verbindung zwischen Wien und Kopenhagen ist daher nicht nur ein geschäftlicher Schritt für die SAS, sondern auch eine strategische Maßnahme zur Förderung des Tourismus zwischen den beiden Ländern. Angesichts der gestiegenen Nachfrage nach Reisezielen, die eine Balance zwischen urbanen Erlebnissen und natürlicher Ruhe bieten, könnte Dänemark in den kommenden Jahren auch für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum zu einer attraktiveren Option werden.

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