Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat die Verkehrszahlen für die Sommerferienperiode veröffentlicht und eine Verschiebung der verkehrsreichsten Tage im Schweizer Luftraum registriert.
Anders als in früheren Jahren traten die stärksten Auslastungen im Zeitraum vom 26. Juni bis zum 17. August 2026 nicht an den Wochenenden auf, sondern konzentrierten sich auf Freitage und Montage. Als verkehrsreichster Einzeltag des Sommers erwies sich Freitag, der 24. Juli, an dem Skyguide insgesamt rund 4.760 zivile und militärische Flugbewegungen im überwachten Luftraum betreute.
Insgesamt wickelte die Schweizer Flugsicherung während der rund siebenwöchigen Feriensaison etwa 240.100 Flüge ab, was einem Tagesdurchschnitt von knapp 4.500 kontrollierten Flugbewegungen entspricht. Die fünf auslastungsstärksten Tage lagen durchweg im Zeitraum zwischen Anfang Juli und Anfang August. Um den geballten Nachfragespitzen an den betroffenen Wochentagen zu begegnen, passte Skyguide die Schichtpläne an und setzte zusätzliches Personal in den Radarkontrollzentren sowie in den Kontrolltürmen ein.
An den beiden Landesflughäfen zeigte sich ebenfalls eine hohe Kapazitätsauslastung. Am Flughafen Zürich verzeichnete die Flugsicherung im Auswertungszeitraum knapp 44.500 Starts und Landungen, was einem Schnitt von rund 840 Flugbewegungen pro Tag entspricht. Am Flughafen Genf wurden etwa 25.500 Starts und Landungen registriert, mit einem Tagesdurchschnitt von rund 480 Bewegungen. Neben dem reinen An- und Abflugsverkehr an den Drehkreuzen bildete der Überflugverkehr durch den zentralen europäischen Luftraum den Hauptteil der Lotsenarbeit.
Luftfahrtanalysten werten die Verschiebung der Verkehrsnachfrage auf Montags- und Freitagskontingente als Folge veränderter Buchungsmuster im Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehr sowie flexiblerer Arbeitszeitmodelle. Allerdings stellt die starke Konzentration auf Wochenanfänge und Freitage die Flugsicherungen vor personelle und organisatorische Herausforderungen. Wenn sich der Luftverkehr auf wenige Wochentage verdichtet, steigt das Risiko von Kapazitätsengpässen und witterungsbedingten Verspätungen im europäischen Luftraum, da die Belegungsdichte in den Luftstraßen an diesen Tagen die Belastungsgrenzen erreicht.