Airbus A321 (Foto: Steffen Lorenz).
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Flugstreichungen im Nahen Osten: Finnair setzt Verbindungen nach Doha und Dubai aus

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Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat aufgrund der massiven Eskalation der Sicherheitslage im Nahen Osten sämtliche Flugverbindungen nach Doha und Dubai bis zum 28. März 2026 gestrichen.

Die Entscheidung folgt auf eine Anweisung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die europäischen Luftfahrtunternehmen untersagt, die Lufträume zahlreicher Staaten in der Region zu nutzen. Betroffen sind unter anderem der Iran, Irak, Israel, Jordanien, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Jaakko Schildt, Chief Operating Officer von Finnair, begründete den Schritt mit der unumgänglichen Priorität der Flugsicherheit, nachdem Berichte über Raketenangriffe und die Abweisung von Verkehrsmaschinen an Flughäfen in der Region für Beunruhigung sorgten.

Die Rückholung gestrandeter Passagiere gestaltet sich als äußerst schwierig, da alternative Flugrouten und Kapazitäten durch die weiträumigen Sperrungen fast vollständig erschöpft sind. Während einige regionale Anbieter wie Qatar Airways ihren Betrieb vorerst bis zum 6. März eingestellt haben, prüfen europäische Airlines derzeit Notfallrouten über Drittstaaten. Eine potenzielle Option stellt die Nutzung des Flughafens Maskat im Oman dar, der sich neben Dubai zu einem der wenigen verbliebenen Knotenpunkte entwickelt hat. Allerdings rät die EASA derzeit auch von Flügen nach Maskat ab, weshalb Finnair eine Wiederaufnahme dieser Verbindung nur bei einer signifikanten Verbesserung der Sicherheitslage in Erwägung zieht.

In Abstimmung mit dem finnischen Außenministerium werden derzeit Möglichkeiten für einen Landtransport von den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman geprüft. Reisende müssten in diesem Fall die Grenze auf dem Landweg überqueren, um von Maskat aus evakuiert werden zu können. Berichte über Engpässe und restriktive Grenzkontrollen an der omanischen Grenze erschweren diese Planungen jedoch erheblich. Finnair weist darauf hin, dass Kunden, die eigenständig zu funktionierenden Flughäfen reisen, eine Umbuchung über den Kundenservice koordinieren können. Für die Wartezeit anfallende Hotelkosten können zur Erstattung eingereicht werden, sofern die Unterbringung selbst organisiert wurde.

Die Krise belastet den internationalen Flugverkehr zwischen Europa und Asien massiv, da die Sperrung der zentralen Korridore im Nahen Osten zu weiträumigen Umfliegungen führt. Dies verlängert nicht nur die Flugzeiten erheblich, sondern reduziert auch die verfügbaren Sitzplatzkapazitäten im gesamten Netzwerk. Da täglich weitere Annullierungen hinzukommen, bleibt die Lage für Tausende Reisende instabil. Die Fluggesellschaften sind rechtlich verpflichtet, für Ersatzbeförderungen zu sorgen, stoßen jedoch aufgrund der faktischen Sperrung fast der gesamten Region an ihre operativen Grenzen.

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