Flugtaxis: Lilium kehrt Deutschland den Rücken

Flagge von Frankreich (Foto: Unsplash/Anthony Choren).
Flagge von Frankreich (Foto: Unsplash/Anthony Choren).

Flugtaxis: Lilium kehrt Deutschland den Rücken

Flagge von Frankreich (Foto: Unsplash/Anthony Choren).
Werbung

Das deutsche Flugtaxi-Startup Lilium plant den Bau einer neuen Fabrik in Frankreich, wie der französische Finanzminister Bruno Le Maire am Sonntag bekannt gab. Mit einer Investition von 400 Millionen Euro sollen bis zu 850 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Obwohl der genaue Standort des Werks noch nicht festgelegt ist, deutet Le Maires Erwähnung der Region Nouvelle Aquitaine um Bordeaux darauf hin, dass dieser Standort favorisiert wird.

Lilium bestätigte, dass es derzeit mehrere potenzielle Standorte in Frankreich prüft. Das Unternehmen betonte die Vorteile Frankreichs wie die etablierte Luft- und Raumfahrtindustrie, das Know-how im Bereich der Elektromobilität sowie hochqualifizierte Arbeitskräfte und staatliche Unterstützung.

Die Entscheidung von Lilium, nach Frankreich zu expandieren, erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem deutsche Flugtaxi-Pioniere wie Volocopter und Lilium dringend finanzielle Mittel benötigen, um ihre Pläne voranzutreiben. Volocopter stand sogar vor der Insolvenz, nachdem Bayern eine staatliche Kreditbürgschaft abgelehnt hatte. Auch Lilium forderte kürzlich mehr staatliche Unterstützung und sicherte sich nun mit dem US-Hedgefonds Yorkville Advisors bis zu 150 Millionen US-Dollar.

Bisher war Lilium in Bayern ansässig, wo auch die Flugtaxis gebaut werden sollten. Die Ablehnung staatlicher Mittel seitens Bayerns hat jedoch die Expansionspläne beeinträchtigt. Ob Lilium in Zukunft seine Produktion zweigleisig betreiben wird, ist noch unklar. Die Diskussion über eine “Ausweitung der industriellen Präsenz” in Frankreich und mögliche staatliche Unterstützung soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Die Entscheidung von Lilium, nach Frankreich zu expandieren, könnte die Luftfahrtindustrie in der Region stärken und neue Hoffnungen auf ausländische Investitionen wecken, insbesondere im Kontext von Präsident Macrons Bemühungen, ausländische Investitionen mit dem jährlichen Wirtschaftsgipfel “Choose France” anzuziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.
[ssba-buttons]

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.
[ssba-buttons]

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung