Flugunregelmäßigkeiten haben das Tui-Quartalsergebnis vermasselt

Boeing 737-800 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
Boeing 737-800 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).

Flugunregelmäßigkeiten haben das Tui-Quartalsergebnis vermasselt

Boeing 737-800 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
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Dem Reisekonzern Tui sind die Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 30. Juni 2022 endete, teuer zu stehen gekommen. Der Konzern verlor allein dadurch rund 75 Millionen Euro.

Dies führte auch dazu, dass man anstatt dem ersten Quartalsgewinn seit dem Beginn der Corona-Pandemie einen Verlust in der Höhe von 27 Millionen Euro verkünden musste. Hätte man die erheblichen Flugunregelmäßigkeiten nicht gehabt, wäre die Tui Group wieder in den schwarzen Zahlen gewesen. Besonders im Mai und Juni 2022 hatte man gruppenweit mit besonders vielen Flugausfällen zu kämpfen.

Der Löwenanteil der Ausfälle und Verspätungen ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf diese beiden Monate entfallen. Man hatte etwa 4,8 Millionen Fluggäste, wobei davon rund 192.000 Reisende von Verspätungen von mehr als drei Stunden betroffen waren. Der Anteil der ausgefallen Flüge wurde seitens der Tui Group mit 200 im Mai und Juni 2022 beziffert.

In der offiziellen Kommunikation klammert man – ähnlich wie andere Fluggesellschaften – aus wie viele Reisende tatsächlich betroffen waren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Tui Group nach außen hin kommuniziert, dass man im Mai und Juni 2022 „weniger als ein Prozent der Flüge“ habe streichen müssen. Bei den Verspätungen ist die Rede von weniger als vier Prozent, die mehr als drei Stunden hinter dem Zeitplan waren.

Viele Ausfälle und Verspätungen verursachen der Firmengruppe erhebliche Mehrkosten. Fluggäste können – je nach Flugdauer – Entschädigungen zwischen 250 und 600 Euro einfordern. Gegebenenfalls fallen Kosten für Unterkünfte, Verpflegung, Ersatzbeförderungen und Taxi- bzw. Transferfahrten an. In manchen Fällen kommen angemietete Maschinen anderer Betreiber zum Einsatz, um die Gäste befördern zu können. Selbstverständlich fliegen auch diese nicht kostenlos. Unter dem Strich hatte der Konzern Mehraufwendungen für fast 200.000 Reisende in nur zwei Monaten. Dies schlägt offiziellen Zahlen nach mit rund 75 Millionen Euro zu Buche und führte gar dazu, dass man keinen Quartalsgewinn verkünden konnte.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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