Boeing 787-8 (Rendering: Boeing).
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Flugzeugauslieferungen von Airbus und Boeing übersteigen die Vorjahreswerte

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Die beiden führenden Flugzeugersteller Airbus und Boeing haben ihre aktuellen Auslieferungsdaten für das laufende Jahr vorgelegt. Trotz wiederholt aufgetretener Qualitäts- und Fertigungsengpässe liegt die Gesamtzahl der an Kunden übergebenen Passagier- und Frachtflugzeuge bei beiden Konzernen über den Werten des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Bis September 2026 konnte Airbus insgesamt 475 Flugzeuge an Fluggesellschaften und Leasingunternehmen übergeben, verglichen mit 434 Maschinen im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Der US-amerikanische Konkurrent Boeing registrierte im selben Zeitraum 418 Auslieferungen nach 385 Einheiten im Jahr 2025. Beide Hersteller sehen sich weiterhin mit operativen Herausforderungen konfrontiert, darunter Verzögerungen in der Triebwerkslieferkette sowie behördlich veranlasste Qualitätsprüfungen an bestehenden Baugruppen.

Auslieferungszahlen und Monatstrends bei Airbus im Spätsommer 2026

Am 7. September 2026 gab der europäische Flugzeugbauer Airbus bekannt, dass im August 2026 insgesamt 57 Flugzeuge an 31 Kunden ausgeliefert wurden. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vormonat Juli 2026, in dem der Konzern 67 Maschinen an Betreiber übergeben hatte. Im August 2025 lagen die Übergaben bei 61 Flugzeugen.

Zu den nennenswerten Auslieferungen gehörte die Übergabe einer A330neo an die taiwanische Gesellschaft Starlux Airlines am 10. August 2026. Dieser Übernahme gingen Unterbrechungen im Auslieferungsprozess voraus. In den Monaten Juni 2026 und Juli 2026 wurden keine Maschinen des Typs A330neo an Kunden übergeben. Grund hierfür waren zusätzliche Inspektionen an den Höhenleitwerken der Flugzeuge. Branchenberichten zufolge wurden diese Überprüfungen veranlasst, nachdem bei einer Inspektion vor der Auslieferung einer Maschine ein Werkzeug im Tragwerk der Leitwerksstruktur entdeckt worden war.

Entwicklung bei Boeing und Rückgang der Dreamliner-Zahlen

Am 8. September 2026 veröffentlichte Boeing die monatlichen Kennzahlen. Im August 2026 übergab das US-amerikanische Unternehmen 51 Flugzeuge an Kunden, nachdem im Juli 2026 53 Einheiten und im August 2025 insgesamt 57 Maschinen ausgeliefert worden waren. Der Konzern ist weiterhin bemüht, die Nachwirkungen von Qualitätsmängeln und behördlichen Auflagen aufzuarbeiten, die im Anschluss an den Zwischenfall mit einem Rumpfbauteil bei Alaska Airlines im Jahr 2024 verstärkt in den Fokus der Luftfahrtaufsicht geraten waren.

Ein deutlicher Rückgang zeigte sich im August 2026 bei den Auslieferungen der Langstreckenbaureihe Boeing 787 Dreamliner. Im Verlauf des Monats konnten lediglich vier Maschinen dieser Modellreihe an Kunden übergeben werden. Zum Vergleich hatte der Hersteller im Juli 2026 noch 10 Einheiten und im Juni 2026 insgesamt 13 Flugzeuge des Typs 787 ausgeliefert. Produktionsverzögerungen bei Zulieferern von Rumpf- und Kabinenkomponenten wirkten sich hierbei begrenzend auf den Fertigungsablauf aus.

Auftragseingänge und Marktnachfrage im internationalen Luftverkehr

Neben den Auslieferungszahlen wiesen beide Hersteller auch die eingegangenen Neubestellungen für den Monat August 2026 aus. Airbus registrierte im Laufe des Monats Aufträge für insgesamt 67 Flugzeuge. Den größten Einzelauftrag erteilte die chinesische Shenzhen Airlines, die 40 Maschinen der Reihe A321neo orderte. Zudem schloss ein bisher nicht namentlich genannter Kunde einen Vertrag über die Lieferung von acht Frachtflugzeugen des Typs A350F ab.

Bei Boeing belief sich das Ordervolumen im August 2026 auf insgesamt 15 Flugzeuge, verteilt auf vier ungenannte Käufer. Ein Großteil dieser Bestellungen entfiel auf eine Order über zehn Maschinen der Variante Boeing 787-9. Trotz der kontinuierlichen Steigerung der Jahresauslieferungen verdeutlichen die Auftragseingänge und monatlichen Schwankungen, dass die Stabilisierung der globalen Lieferketten für beide Flugzeughersteller eine zentrale Aufgabe im weiteren Jahresverlauf bleibt.

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