Airbus A320 (Foto: Robert Spohr).
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Flugzwischenfall in Nizza löst diplomatischen Streit aus

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Ein schwerwiegender Flugzwischenfall am Flughafen Nizza Côte d’Azur Ende September 2025 hat zu einem politischen Streit zwischen Frankreich und Tunesien geführt. Auslöser war die Landung eines Airbus A320 der tunesischen Fluggesellschaft Nouvelair, welcher auf der falschen Piste aufsetzte und dabei gefährlich nahe an eine startbereite Maschine der Easyjet Europe geriet. Berichten zufolge soll der Nouvelair-Jet auf Piste 04R statt der ihm zugewiesenen Piste 04L gelandet sein, wobei er sich der Easyjet-Maschine, die auf derselben Piste auf den Start wartete, bis auf wenige Meter näherte.

Der französische Abgeordnete Éric Ciotti reagierte scharf auf den Beinahe-Zusammenstoß, der sich am späten Abend des 21. September bei schlechter Sicht ereignete. Er forderte in einem Brief an Premierminister Gabriel Attal die sofortige Suspendierung der Fluglizenz von Nouvelair in Frankreich. Zudem verlangte Ciotti eine umfassende Überprüfung der Sicherheitsstandards und des Crew-Trainings bei der tunesischen Fluggesellschaft. Die französische Untersuchungsbehörde BEA (Bureau d’Enquêtes et d’Analyses) hat bereits eine offizielle Untersuchung des als ernsthafter Vorfall eingestuften Ereignisses eingeleitet.

In Tunesien stieß die Forderung des französischen Politikers auf scharfe Kritik und wurde als politisch motiviert zurückgewiesen. Die tunesische Abgeordnete Fatma Mseddi bezeichnete das Vorgehen als übereilt und mahnte an, die offizielle Untersuchung abzuwarten. Sie hob zudem hervor, daß auch technische Mängel oder eine Fehlleistung seitens des Flughafens Nizza eine Rolle gespielt haben könnten. Die Nouvelair selbst betonte in einer ersten Stellungnahme, daß ihre Besatzung in voller Übereinstimmung mit den Sicherheitsverfahren gehandelt habe und das Durchstartmanöver Teil der Standardverfahren sei, das die greifende Sicherheitskultur zeige.

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