Der Flughafenbetreiber Fraport Greece hat an seinen 14 verwalteten griechischen Regionalflughäfen im August 2026 erstmals die Marke von sieben Millionen Fluggästen in einem Einzelmonat überschritten.
Mit einem Zuwachs von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat stieg das Gesamtaufkommen auf 7,13 Millionen Passagiere. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 summiere sich das Passagieraufkommen im Gesamtnetzwerk auf 27,7 Millionen Reisende, was einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Wachstum wurde im August maßgeblich vom internationalen Reiseverkehr getragen, der um 5 Prozent auf 6,16 Millionen Passagiere zulegte und 86 Prozent des Gesamtvolumens ausmachte.
Im August stellte der Flughafen Korfu einen neuen operativen Höchstwert auf und überschritt mit 1,029 Millionen Passagieren – ein Zuwachs von 5,4 Prozent – erstmals die Schwelle von einer Million Fluggästen in einem Monat. Korfu ordnete sich im Netzwerk der Inselstandorte volumenmäßig hinter dem Flughafen Rhodos ein, der im selben Monat 1,378 Millionen Passagiere abwickelte. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichneten die Flughäfen Samos mit 13,7 Prozent und Skiathos mit 13,4 Prozent, während Thessaloniki im Achtmonatszeitraum mit 5,574 Millionen Passagieren der frequenzstärkste Standort im Portfolio von Fraport Greece blieb. Lediglich der Flughafen Kos verzeichnete in den ersten acht Monaten ein leichtes Minus von 0,3 Prozent.
Trotz der gestiegenen absoluten Passagierzahlen fiel der durchschnittliche Sitzladefaktor im Gesamtnetz von 88,1 Prozent im August des Vorjahres auf 86,9 Prozent. Grund für diesen Rückgang ist die deutliche Aufstockung der Sitzplatzkapazitäten seitens der Fluggesellschaften. Flugbetreiber setzten vermehrt größeres Fluggerät ein und bauten die Streckenfrequenzen aus, wodurch das Kapazitätsangebot schneller wuchs als die tatsächliche Passagiernachfrage. Aus der Region Nahost verzeichnete das Netzwerk ungeachtet geopolitischer Spannungen im August ein Plus von 20,6 Prozent auf rund 44.000 Passagiere bei einer weitgehend stabilen Sitzauslastung von 82,1 Prozent.
Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass die weiter steigenden Verkehrszahlen die betriebliche Belastungsgrenze der Terminalinfrastruktur an stark frequentierten Standorten wie Korfu und Rhodos in den Sommermonaten erreichen. Das Modell der 2017 begonnenen 40-jährigen Konzession erfordert von Fraport Greece fortlaufende Investitionen in die Bodenabfertigung und Abflugbereiche, um Engpässe beim Boarding und der Gepäckausgabe zu vermeiden. Die Absenkung des Sitzladefaktors verdeutlicht zudem das wirtschaftliche Risiko für Airlines, die bei einer Überkapazität auf den Routen unter Druck geraten, die Erträge pro Sitzplatzmeile stabil zu halten.