Die Fraport AG hat im zweiten Quartal 2025 eine deutliche Verbesserung ihrer Geschäftsentwicklung verzeichnet, obgleich das Halbjahresergebnis unter dem Vorjahresniveau liegt. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg in den Monaten April bis Juni um 8,2 Prozent auf 383,7 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr 2025 blieb das EBITDA mit 561,2 Millionen Euro nahezu stabil. Das Konzernergebnis sank jedoch auf 98,6 Millionen Euro, was einem Rückgang von 38,7 Prozent entspricht und auf Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen ist.
Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, erklärte, daß der Konzern auf Kurs sei, seine Jahresziele zu erreichen. Er wies darauf hin, daß die internationalen Beteiligungsflughäfen stärker wachsen als der Flughafen in Frankfurt. Insbesondere die abgeschlossenen Ausbauarbeiten an den Flughäfen in Lima und Antalya sollen in der zweiten Jahreshälfte zu einem stärkeren Wachstum beitragen. Im ersten Halbjahr verzeichnete der Konzern weltweit einen Passagierzuwachs von 3,8 Prozent auf rund 77 Millionen Reisende.
Schulte kritisierte in diesem Zusammenhang die deutsche Bundesregierung. Er bemängelte, daß die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung der Luftverkehrssteuer und anderer Regulierungskosten nicht umgesetzt werde. Dies belaste die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und führe dazu, daß die Anbindung für Privat- und Geschäftsreisende zurückgehe. Zusätzliche Wachstumstreiber für den deutschen Markt seien somit in weiter Ferne. Die fehlende Senkung der Standortkosten schaffe eine ungünstige Ausgangslage für Wachstum und schädige die deutsche Luftverkehrsindustrie.
Die Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt stiegen im zweiten Quartal um 3,1 Prozent, was den leichten Rückgang aus dem ersten Quartal ausgleichen konnte. Insgesamt verzeichnete Frankfurt in der ersten Jahreshälfte 29,1 Millionen Passagiere, ein Plus von 1,4 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Fraport-Vorstand ein Passagieraufkommen von bis zu 64 Millionen in Frankfurt und prognostiziert ein moderat ansteigendes EBITDA für den Konzern. Die Prognosen für das Konzernergebnis bleiben stabil bis leicht rückläufig.