Anzeigetafel im Terminal 1 am Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).
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Fraport-Verkehrszahlen für September 2026: Zuwächse im Passagier- und Frachtgeschäft

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Der Flughafenbetreiber Fraport AG hat für den Monat September 2026 moderate Zuwächse beim Passagieraufkommen und Güterumschlag am Heimatstandort Frankfurt am Main sowie in seinem internationalen Beteiligungsportfolio vermeldet. Am Flughafen Frankfurt begrüßte der Konzern im Berichtsmonat rund 6,1 Millionen Passagiere, was einem Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

Getragen wurde diese Entwicklung von einer anhaltend hohen Nachfrage nach touristischen Flugzielen, da in den angrenzenden Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg die Sommerferien bis weit in den September hineinreichten. Gleichwohl offenbart die Kumulativbetrachtung für die ersten drei Quartale des Jahres 2026 die Spuren von geopolitischen Spannungen sowie mehrfachen Tarifkonflikten im Luftverkehrssektor. Die Zahl der Fluggäste am Drehkreuz Frankfurt sank im Zeitraum von Januar bis September 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2 Prozent auf 47,5 Millionen, was im Wesentlichen auf streikbedingte Flugstreichungen zurückzuführen ist.

Einfluss von Streikaktionen und Verschiebungen im Inlandsflugverkehr

Die Zwischenbilanz des Frankfurter Flughafens für die ersten neun Monate des Jahres 2026 reflektiert deutliche operative Beeinträchtigungen. Nach Konzernangaben führten Arbeitskampfmaßnahmen bei der Deutschen Lufthansa am Standort Frankfurt zu Ausfällen, von denen knapp 700.000 Passagiere betroffen waren. Rechnet man diesen streikbedingten Sonderfaktor heraus, hätte das Passagierwachstum in den ersten drei Quartalen bei etwa 1,3 Prozent gelegen.

Parallel dazu zeigt sich eine strukturelle Veränderung in der Bewegungstabelle des Flughafens. Während das Frachtaufkommen inklusive Luftpost im September 2026 um 2,5 Prozent auf 174.773 Tonnen anstieg, ging die Zahl der Flugbewegungen um 3,5 Prozent auf 40.539 Starts und Landungen zurück. Dieser Rückgang bei den Starts und Landungen ist primär auf den systematischen Rückbau des innerdeutschen Zubringerverkehrs zurückzuführen. Die Zahl der Flüge innerhalb Deutschlands sank im Berichtsmonat um 25,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, was unter anderem durch die vollständige Einstellung der Linienverbindungen von Frankfurt nach Bremen und Stuttgart bedingt war. Die kumulierten maximalen Startgewichte (MTOW) verringerten sich im September um 1,2 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tonnen.

Internationale Konzernstandorte als Ertragsstützen

Im globalen Flughafennetzwerk der Fraport AG entwickelten sich die Passagierzahlen an den meisten internationalen Beteiligungsstandorten im September 2026 positiv. Insgesamt bedienten alle aktiv gemanagten Flughäfen der Gruppe im Berichtsmonat rund 21,1 Millionen Passagiere, was einem Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres entspricht.

Besonders kräftige Wachstumsraten verzeichnete der Flughafen Ljubljana in Slowenien, an dem das Passagieraufkommen um 16,6 Prozent auf 205.495 Fluggäste zulegte. In Südamerika stieg das Fracht- und Passagiervolumen an den brasilianischen Standorten um 2,1 Prozent auf 1,2 Millionen Passagiere. In dieser Zahl enthalten sind erstmals 27.272 Reisende des Flughafens Jericoacoara im Nordosten Brasiliens, der im Zuge der Netzwerkerweiterung neu in das operative Betreuungsmandat des Konzerns aufgenommen wurde. Am südamerikanischen Drehkreuz in Lima (Peru) stieg die Zahl der Fluggäste um 10,5 Prozent auf rund 2,3 Millionen.

Entwicklung im europäischen Ferien- und Küstenverkehr

In der europäischen Region bildeten die 14 griechischen Regionalflughäfen erneut eine wesentliche Säule des internationalen Konzernverkehrs. Im September 2026 nutzten rund 5,7 Millionen Passagiere die von Fraport Greece betriebenen Insel- und Festlandflughäfen, was ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet. Auch die bulgarischen Küstenflughäfen in Burgas und Warna meldeten mit zusammen 554.292 Fluggästen ein Anwachsen der Passagierzahlen um 8,6 Prozent.

Ein moderater Rückgang zeigte sich dagegen an der Türkischen Riviera. Am Flughafen Antalya verringerte sich das Passagieraufkommen im September 2026 um 1,7 Prozent auf 5,1 Millionen Fluggäste. Trotz dieser leichten Abschwächung an einzelnen Ferientargets belegen die aktuellen Verkehrszahlen die Stabilität des internationalen Beteiligungsgeschäfts der Fraport AG, das Rückgänge und Streikfolgen am deutschen Heimatdrehkreuz in wesentlichen Teilen abzufedern vermag.

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