Zum 1. Januar 2026 hat der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori, turnusgemäß den Vorsitz im Verwaltungsrat des Flughafenverbandes ADV übernommen.
Er tritt die Nachfolge des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann an, dessen mehrjährige Amtszeit am 31. Dezember 2025 endete. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Hans Reichhart, Landrat des Landkreises Günzburg und ehemaliger bayerischer Verkehrsminister, in das Gremium gewählt. Der Verwaltungsrat gilt neben dem Präsidium als das höchste Entscheidungsorgan des Verbandes und setzt sich aus Vertretern von Bundesländern, Kommunen, Industrie- und Handelskammern sowie dem Deutschen Städtetag zusammen.
In seiner neuen Funktion betont Mansoori die strategische Bedeutung des Luftverkehrs für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft. Ein Schwerpunkt seiner dreijährigen Amtszeit, die bis Ende 2028 läuft, soll die engere Verzahnung von Industrie- und Verkehrspolitik sein. Dabei stehen die Sicherung von Arbeitsplätzen an den Standorten sowie die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten im Vordergrund. Der Hessische Wirtschaftsminister unterstreicht, dass Flughäfen eine zentrale Rolle in der öffentlichen Infrastruktur einnehmen, da sie Regionen international anbinden und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland gewährleisten.
Sein Stellvertreter Dr. Hans Reichhart fokussiert sich in der Verbandsarbeit insbesondere auf die Belange des ländlichen Raums. Er sieht in einem stabilen Flughafennetzwerk die Grundvoraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Ziel sei es, verkehrliche und wirtschaftliche Benachteiligungen ländlich geprägter Regionen zu verhindern. Der ADV-Verwaltungsrat dient hierbei als Plattform, um die Interessen der betroffenen Regionen gegenüber der Bundespolitik und den Aufsichtsbehörden gebündelt zu vertreten, insbesondere bei Gesetzgebungsverfahren, welche die deutsche Flughafenpolitik direkt beeinflussen.
Zusätzliche Marktanalysen und Branchenberichte deuten darauf hin, dass der Verband unter der neuen Führung verstärkt auf eine Senkung der Standortkosten drängen wird, um im europäischen Wettbewerb nicht weiter an Boden zu verlieren. Der Wechsel an der Spitze erfolgt in einer Phase, in der viele Regionalflughäfen vor massiven Investitionsentscheidungen in ihre Infrastruktur stehen. Die Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsministerien der Länder und dem ADV soll dabei helfen, die finanzielle Stabilität der Standorte zu sichern und die Abfertigungskapazitäten an die steigende Nachfrage im Passagier- und Frachtverkehr anzupassen.