Flughafen Brüssel (Foto: Brussels Airport / Tom Dhaenens).
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Fünfjähriges Bestehen der Brüsseler Beratungstochter Airport Intelligence und internationale Expansion

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Die Beratungsfirma Airport Intelligence, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Betreibergesellschaft des Flughafens Brüssel, verzeichnet zum fünfjährigen Bestehen eine signifikante Ausweitung ihrer internationalen Geschäftstätigkeit.

Seit der Gründung im Jahr 2021 hat sich das Unternehmen auf den Transfer von operativem und kommerziellem Flughafen-Know-how spezialisiert. Das Geschäftsmodell basiert darauf, die praktische Betriebsexpertspezifität des Brüsseler Großflughafens in standardisierte Beratungsprodukte umzuwandeln. In den vergangenen Jahren wurden Logistik- und Organisationsprojekte an zahlreichen Verkehrsflughäfen in Europa und Asien realisiert, wobei der Fokus auf der Strukturierung von Großprojekten im Bereich des Passagier- und Luftfrachttransports liegt.

Ein strategischer Schwerpunkt der Beratungstätigkeit liegt in der Konzeption und Implementierung von integrierten Flughafenbetriebszentren, sogenannten Airport Operations Centres (APOC). Diese operativen Schaltzentralen führen die Datenströme und Entscheidungskompetenzen von Flughafenbetreibern, Fluggesellschaften, Flugsicherungen und Bodenabfertigungsdiensten an einem zentralen Ort zusammen, um den täglichen Verkehrsfluss zu koordinieren. Da der Flughafen Brüssel bereits seit dem Jahr 2015 ein solches integriertes Zentrum betreibt, nutzen die Berater diese Infrastruktur als Referenzmodell. Unter anderem wurden die Flughäfen Stuttgart, Bordeaux und Mailand bei der Optimierung ihrer Planungsrahmen und Prozessstrukturen unterstützt. Zudem entwickelte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Branchenverband Airports Council International (ACI) ein globales Standardhandbuch für das Management dieser Einsatzzentralen.

Die Expansion der Dienstleistungen erstreckt sich zunehmend auf transkontinentale Luftfahrt-Drehkreuze mit hohem Passagieraufkommen. Ende des Jahres 2025 schloss Airport Intelligence ein umfassendes Transformationsprojekt am internationalen Flughafen Kuala Lumpur in Malaysia ab. Der südostasiatische Großflughafen, der für ein jährliches Aufkommen von über 60 Millionen Fluggästen ausgelegt ist, beauftragte die europäische Beratung mit der Modernisierung seines betrieblichen Leitzentrums sowie der Erstellung eines strategischen Entwicklungsfahrplans für die kommenden Dekaden. Durch solche Großprojekte konkurrieren forciert ausgegründete Tochtergesellschaften von Flughafenbetreibern zunehmend mit klassischen, branchenunabhängigen Unternehmensberatungen im Bereich der spezialisierten Infrastrukturplanung.

Auch auf dem britischen Markt konnte das Unternehmen feste Fußtritte fassen. Die Manchester Airport Group (MAG), welche die Verkehrsflughäfen Manchester, London Stansted und East Midlands betreibt, verpflichtete die Brüsseler Experten für ein Harmonisierungsprogramm. Ziel dieses Auftrags war es, die historisch gewachsenen und stark fragmentierten Betriebsabläufe der drei britischen Standorte aneinander anzupassen und eine einheitliche Systemarchitektur für die dortigen Betriebszentren zu definieren. Die zunehmende Vernetzung von Verkehrsflughäfen erfordert standardisierte IT-Schnittstellen und koordinierte Abfertigungsprozesse, um Verzögerungen im gesamteuropäischen Luftraum zu minimieren und die Kapazitätsauslastung der bestehenden Terminalinfrastrukturen zu optimieren.

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