Leuchtreklame "Hotel" (Foto: Ph B/Unsplash).
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Gastgewerbe: Tourismusbenchmark zeigt wachsende Polarisierung der österreichischen Hotellerie

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Das auf die Touristikbranche spezialisierte Beratungshaus Kohl > Partner hat die Ergebnisse seiner Betriebsanalyse für das Bilanzjahr 2025 vorgelegt.

Die Auswertung basiert auf den Kennzahlen von mehr als 300 Beherbergungsbetrieben aus 14 unterschiedlichen Betriebstypen in der Alpenregion. Der Bericht verdeutlicht, dass die Erhöhung der Verkaufspreise um durchschnittlich 4,2 Prozent den zentralen Faktor für das Erreichen positiver Betriebsergebnisse bildete. Bei den Auslastungsquoten zeigten sich hingegen deutliche Unterschiede je nach Ausrichtung und Lage der Hotels, während die Nebenerlöse in den Bereichen Gastronomie und Wellness stagnierten.

Auf der Aufwandsseite verzeichneten die analysierten Hotels eine leichte Entlastung bei der Personalkostenquote sowie bei den Ausgaben für Energie. Im Gegenzug stiegen die Instandhaltungsquoten spürbar an, was auf einen Nachholbedarf bei den Reinvestitionen in die Gebäudeinfrastruktur hinweist. In der Gesamtschau führte die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben zu einer leichten Zunahme des Bruttobetriebsgewinns (GOP) pro verfügbarem Zimmer. Dennoch belegt die Studie eine zunehmende Spreizung zwischen wirtschaftlich stabilen und ertragsschwachen Häusern. Während das oberste Viertel der Betriebe bei wichtigen Indikatoren wieder Werte aus der Zeit vor 2019 erreicht, verschlechtert sich die Ertragslage am unteren Ende der Skala weiter.

Branchenkenner führen die Schere in der Branchenentwicklung auf veränderte Konsumgewohnheiten der Urlauber und den anhaltenden Kostendruck zurück. Gäste verzichten zunehmend auf kostenpflichtige Zusatzangebote vor Ort, was den Spielraum für klassische Hotelkonzepte verengt. Zugleich erfordert der Wettbewerb fortlaufende Modernisierungen der Anlage sowie eine differenzierte Preissteuerung. Häuser mit geringer Eigenkapitalquote oder unzureichendem Controlling geraten dadurch gegenüber kapitalstarken Mitbewerbern ins Hintertreffen, was das Ausfallrisiko in nachfrageschwächeren Monaten erhöht.

Experten sehen in den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2025 ein Anzeichen für einen beschleunigten Konsolidierungsprozess in der alpinen Hotellerie. Ohne Anpassung der Vertriebsstrukturen und eine strikte Überwachung der Kostenblöcke dürfte es für schwächere Betriebe schwieriger werden, erforderliche Investitionen zu finanzieren. Für den Gesamtmarkt bedeutet dies eine weitere Verschiebung der Marktanteile hin zu professionell geführten Einheiten, die auch bei rückläufigen Nebeneinnahmen ihre operativen Margen behaupten können.

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