Burger (Foto: Figlmüller Group).
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Gastronomisches Gastspiel in Niedersachsen: Figlmüller eröffnet Pop-up-Konzept in Wolfsburg

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Das Wiener Gastronomieunternehmen Figlmüller expandiert für einen Zeitraum von sechs Monaten nach Deutschland. Im Rahmen des Formats „Lagune x Friends“ präsentiert der Traditionsbetrieb ab dem 20. August 2026 sein Angebot in der Wolfsburger Autostadt.

Neben klassischen Speisen aus dem Stammhaus wird dort primär das Streetfood-Konzept „Brioche & Brösel“ angeboten, welches das Unternehmen zuvor in der Wiener Innenstadt etabliert hat. Die Betreiberfamilie nutzt das Gastspiel in Niedersachsen, um veränderte Bewirtungsformen außerhalb des österreichischen Heimatmarkts zu erproben.

Die Figlmüller Group, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1905 von einem einzelnen Lokal zu einer Unternehmensgruppe mit zehn verschiedenen Gastronomiekonzepten entwickelt hat, erweitert damit ihr operatives Betätigungsfeld. Neben den Stammbetrieben in Wien gehören mittlerweile auch Standorte am Flughafen Wien sowie diverse Spezialitätenlokale zum Portfolio. Der Schritt nach Wolfsburg ist Teil einer Strategie, die Eigenmarken über zeitlich befristete Präsenzen an frequenzstarken Veranstaltungs- und Freizeitorten einem internationalen Publikum vorzustellen.

Marktbeobachter der Gastronomiebranche werten den Vorstoß als typisches Beispiel für den Wandel in der Systemgastronomie. Angesichts veränderter Konsumgewohnheiten und hoher Betriebskosten in der traditionellen Speisegastronomie setzen etablierte Marken verstärkt auf flexible Take-away-Formate und Kooperationen mit großen Event-Arealen. Das Konzept, traditionelle Fleisch- und Mehlspeisgerichte in transportable Streetfood-Varianten wie Bowls oder Sandwiches zu übersetzen, soll vor allem jüngere Zielgruppen ansprechen und die Auslastung vereinfachen.

Allerdings birgt der temporäre Betrieb von Gastronomieflächen an Fremdstandorten auch Risiken. Die Logistik für frische Zutaten und die Aufrechterhaltung definierter Qualitätsstandards über größere Distanzen hinweg erfordern einen erhöhten administrativen Aufwand. Ob sich das Streetfood-Format dauerhaft außerhalb des Wiener Stammmarktes durchsetzen kann, wird vom dauerhaften Zuspruch der Besucher in Wolfsburg abhängen.

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