Genderwahnsinn: Wenn die AUA aus “Frau” das “Fräulein” macht…

AUA-Schokolade (Foto: Jan Gruber).
AUA-Schokolade (Foto: Jan Gruber).

Genderwahnsinn: Wenn die AUA aus “Frau” das “Fräulein” macht…

AUA-Schokolade (Foto: Jan Gruber).
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Seit einigen Wochen ist der „Genderwahnsinn“ bei Austrian Airlines in vollem Gange. Medienmitteilungen werden durch die Verwendung von Doppelpunkten schwerer lesbar und Passagiere sind nun keine Damen und Herren mehr, sondern Fluggäste. Die Gender-Bemühungen gehen auch in die ganz andere Richtung los, denn auf Tickets machte man aus „Frau“ schlicht das „Fräulein“ und Sicherheitskarten im Embraer 195 zeigen ein völlig klischeehaftes Bild von Mann und Frau.

Weibliche Personen, die in den letzten Wochen ein AUA-Flugticket über die Homepage des Carriers gekauft haben, trauten wohl ihren Augen nicht. Statt mit „Frau XYZ“ wurden diese mit „Fräulein XYZ“ angesprochen. Genauso führte man dies auch in den Reiseunterlagen. Einer 67-jährigen Dame ist dies sauer aufgestoßen und sie verfasste einen gepfefferten Beschwerdebrief an Austrian Airlines und bat darin, freundlich aber bestimmt, dass man dies auf Frau abändern soll, denn sie wolle nicht „wie früher eine Kellnerin oder ein Hausmädchen“ tituliert werden.

Beschwerdebrief des unfreiwilligen “Fräulein” (Foto: ZVG).

Priorität räumte die nach außen hin dem Genderwahnsinn verfallene Austrian Airlines der Business-Class-Passagierin aber nicht ein. Nach mehr als sechs Wochen hatte sie – trotz Urgenzen – noch immer keine Reaktion erhalten. Erst nachdem Aviation Direct eine Anfrage an die Medienstelle gerichtet hatte, bemühte sich die AUA die Beschwerde zu beantworten. Man entschuldigte sich. Die Pressestelle lieferte aber trotz mehrfacher Nachfragen keine Erklärung warum man statt „Frau“ nun „Fräulein“ verwendet hatte.

Safety-Cards zeigen klischeehaftes Bild von Mann und Frau

Ein sprichwörtlicher „Griff ins Klo“ dürften auch die Darstellungen auf den jüngsten Sicherheitskarten auf der Embraer-195-Flotte sein. Die Darstellungen auf der Vorderseite zeigen eindeutig eine Frau, die beispielsweise einem Kind eine Sauerstoffmaske aufzeigt. Sämtliche eher wenig kraftaufwendigen Tätigkeiten werden mittels einer weiblichen Person dargestellt.

Wendet man die Safety Card wird durch eine Frau illustriert wie man die Brace-Position einnimmt oder wie man im Brandfall auf dem Boden zum Notausgang kriecht. Dort übernimmt dann das Öffnen der durchaus schweren Exit-Fenster ein Mann. Dieser öffnet auf den Bildern die 17,5 Kilogramm schwere Tür und flüchtet auf dem Flugzeug. Auffällig ist, dass er im Flugzeug lässig mit aufgeknöpftem Hemd ohne Krawatte sitzt. Außerhalb der Maschine trägt er plötzlich einen Schlips.

Die Darstellungen auf den E195-Sicherheitskarten passen so ganz und gar nicht zum Gender-Anspruch, denn diese implizieren, dass schwere Aufgaben (Öffnen des 17,5 Kilogramm schweren Fensters) Männersache sind während zum Beispiel Kindern eine Sauerstoffmaske aufsetzen eher was für Frauen sein soll. Entweder man verwendet durchgehend Frauen oder Männer oder aber man sollte nicht so tun als ob weibliche Personen keine 17,5 Kilogramm bewegen können. Hierzu sei in Erinnerung gerufen, dass die Mehrheit der Flugbegleiter weiblich ist und diese Fenster bzw. Türen am Notausgang total easy öffnen können. Bei älteren Maschinen mit Airstairs ohne elektrischen Antrieb müssen diese ebenfalls von den oftmals weiblichen Flugbegleitern mit Muskelkraft hochgezogen werden. Ist das ein Problem? Nein, denn sowas lernt man in der Ausbildung und Passagiere bekommen dies von den Flugbegleitern bei der Einweisung in die Aufgaben im Ernstfall erklärt.

Grundsätzlich wäre es völlig egal, ob die illustrierten Darstellungen Mann oder Frau zeigen, denn die überwiegende Mehrheit der Fluggäste betrachtet die Sicherheitskarten allenfalls aus Langeweile. Wenn man aber am „Genderwahnsinn“ teilnimmt, dann sollte man auf Begriffe wie „Fräulein“ oder klischeehafte Bilder von Mann und Frau auf Sicherheitskarten verzichten. Die Medienstelle von Austrian Airlines äußerte sich übrigens auch zu den Darstellungen auf den E195-Safety-Cards nicht.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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