Ein landesweiter Generalstreik sorgt am Donnerstag, dem 11. Dezember 2025, für erhebliche Störungen im portugiesischen Luftverkehr. An den Hauptflughäfen Lissabon, Porto und Faro wurden seit den Morgenstunden Dutzende Flüge gestrichen. Die Arbeitsniederlegung führt zu langen Wartezeiten und Chaos an den Service-Schaltern der Flughäfen.
Die staatliche Fluggesellschaft Tap Air Portugal ist von den Auswirkungen des Streiks besonders betroffen. Obwohl in Portugal Mindestdienste für den Flugverkehr festgelegt sind, kann Tap Air Portugal nur einen Bruchteil ihres regulären Programms durchführen und musste zahlreiche Verbindungen annullieren. Die Fluggesellschaft hatte Passagiere bereits im Vorfeld über mögliche Störungen informiert. Beobachter sehen in der aktuellen Situation einen Höhepunkt der Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst und staatsnahen Unternehmen in Portugal, die sich in den vergangenen Monaten verstärkt haben.
Auch internationale Fluggesellschaften mussten auf die Störungen reagieren. Air Europa strich vorsorglich alle Flüge zwischen Portugal und Spanien. Die spanische Fluggesellschaft Iberia reduzierte ihr Flugangebot nach Portugal deutlich. Langstreckenverbindungen waren ebenfalls betroffen: Emirates setzte die Verbindung nach Dubai aus, und TAAG Angola Airlines musste eine ihrer Linien streichen. Zahlreiche weitere europäische Airlines warnten Passagiere vor möglichen Verzögerungen und kurzfristigen Flugausfällen.
Der Generalstreik in Portugal hat somit weitreichende Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr und die Mobilität von Tausenden Reisenden, die entweder Portugal anfliegen oder von dort abreisen wollten. Die Wiederaufnahme des Normalbetriebs an den portugiesischen Flughäfen wird erst nach Beendigung der Arbeitsniederlegung erwartet.