Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways hat die Aussetzung ihrer Linienflüge von und nach Riad bis zum 18. November 2026 verlängert.
Die im Mehrheitsbesitz der Lufthansa Group befindliche Fluggesellschaft begründete diesen Schritt am 14. Oktober 2026 mit der anhaltend unsicheren Sicherheitslage und den jüngsten geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Vorausgegangen waren Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf den King Khalid International Airport in der saudi-arabischen Hauptstadt, die am vergangenen Wochenende bei saudi-arabischen Behörden zur vorübergehenden Schließung des Standorts und bei zahlreichen internationalen Carriern zu Streichungen führten.
Zusätzlich setzt der italienische Carrier seine täglichen Verbindungen zwischen dem Drehkreuz Rom-Fiumicino und Dubai bis einschließlich 30. November 2026 aus. Während die Unterbrechung der Saudi-Arabien-Route direkt auf die veränderte Bedrohungslage zurückgeht, führt ITA Airways für die temporäre Einstellung der Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate primär betriebliche Gründe im Zusammenhang mit angepassten Routenführungen und geänderten Luftraumfreigaben an. Betroffene Passagiere werden laut Unternehmensangaben auf Ausweichverbindungen umgebucht oder können kostenfreie Erstattungsanträge stellen.
Die Maßnahmen fügen sich in eine Reihe von Streckenanpassungen internationaler Fluggesellschaften im arabischen Raum ein. Da der zivile Luftverkehr im Nahen Osten nach den Vorfällen an den Drehkreuzen strengen Flugsicherheitsauflagen unterliegt, vermeiden viele europäische Airlines die Passage potenziell gefährdeter Lufträume. Dies führt zu Umwegen über den östlichen Mittelmeerraum sowie Nordafrika, was Flugzeiten verlängert und den Umlaufplan der Flugzeugflotte belastet.
Luftfahrtanalysten verweisen auf die veränderten Risikobewertungen der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA und nationaler Luftfahrtämter. Die schrittweisen Verlängerungen der Flugstopps verdeutlichen, dass eine rasche Rückkehr zum regulären Flugplan auf den Verbindungen in die Golfregion kurzfristig unwahrscheinlich ist, solange die operative Sicherheit an den Zielhäfen nicht dauerhaft gewährleistet werden kann.