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Gericht in Uganda erklärt Entlassung von Uganda Airlines-Chef für unrechtmäßig

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Ein Arbeitsgericht in Uganda hat die im Jahr 2022 erfolgte Entlassung des damaligen Hauptgeschäftsführers von Uganda Airlines, Cornwell Muleya, für nicht rechtmäßig erklärt. Wie lokale Medien und Branchenportale berichten, sprach das Gericht dem ehemaligen Airline-Chef eine Entschädigungszahlung in Höhe von umgerechnet rund 112.000 Euro zu.

Cornwell Muleya war im Februar 2022 von seinem Posten enthoben worden, nachdem er bereits seit Mai 2021 aufgrund von Korruptionsvorwürfen im Rahmen von Untersuchungen, die vom Ministerium für Arbeit, Verkehr und öffentliche Arbeiten eingeleitet wurden, beurlaubt war. Die offizielle Entlassung erfolgte nach Abschluss einer Untersuchungskommission, die dem Management unter Muleya unter anderem Misswirtschaft und unethisches Verhalten vorwarf. Muleya wies die Anschuldigungen stets zurück und klagte gegen seine Entlassung.

Die Entscheidung des Arbeitsgerichts, die die Entlassung als nicht rechtmäßig bewertet und eine signifikante Entschädigung zuspricht, könnte weitreichende Konsequenzen für das Management und die Governance-Strukturen der staatlichen Fluggesellschaft nach sich ziehen. Uganda Airlines, die seit ihrer Neugründung im Jahr 2019 versucht, sich im regionalen und internationalen Luftverkehr zu etablieren, stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Fokus politischer und interner Auseinandersetzungen um die Unternehmensführung. Die Zahlung der Entschädigungssumme muss nun von der staatlichen Fluggesellschaft geleistet werden.

Die Neugründung der Nationalairline erfolgte mit dem Ziel, die Konnektivität Ugandas zu stärken und den Tourismus zu fördern. Trotz des Betriebs von modernen Flugzeugen des Typs Airbus A330neo für Langstrecken und CRJ-900 für Regionalrouten, war die junge Airline seit ihrer Gründung von personellen und finanziellen Turbulenzen begleitet, was auch die wiederholten Wechsel an der Unternehmensspitze belegen. Die jetzige Gerichtsentscheidung bringt einen juristischen Abschluss im Fall Muleya, lässt jedoch Fragen zur Stabilität des Airline-Managements offen.

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