Der Flughafen Zürich verzeichnete im September 2026 ein moderates Wachstum des Passagieraufkommens.
Mit insgesamt 3.126.906 Passagieren lag das Verkehrsaufkommen am größten Schweizer Luftverkehrsknotenpunkt um 2,6 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Den Hauptanteil machten Lokalpassagiere mit 2.226.178 Reisenden aus, während die Zahl der Umsteigepassagiere bei 894.182 lag, was einem Transferanteil von 28,6 Prozent entspricht.
Trotz des Gesamtanstiegs der Passagierzahlen offenbaren die betrieblichen Kennzahlen eine rückläufige Effizienz bei der Kapazitätsauslastung. Die Anzahl der Flugbewegungen stieg im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überproportional um 5,2 Prozent auf 25.661 Starts und Landungen. Infolge des ungleichen Verhältnisses von Flugangebot und Passagierzuwachs sank die durchschnittliche Besetzung pro Flug um 2,8 Prozent auf 138,5 Fluggäste. Entsprechend verringerte sich der Sitzladefaktor der eingesetzten Maschinen um 1,2 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent.
Im Frachtgeschäft verzeichnete der Flughafen im Berichtsmonat eine weitgehende Stagnation. Das abgewickelte Frachtvolumen verharrte mit 34.841 Tonnen nahezu auf dem Niveau des Vorjahresmonats und verzeichnete lediglich ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.
Branchenbeobachter werten die Septemberzahlen als Anzeichen für ein strukturelles Auseinanderdriften von Angebot und Nachfrage im europäischen Flugverkehr. Das anhaltende Wachstum der Flugbewegungen bei gleichzeitig sinkenden Auslastungsgraden deutet darauf hin, dass die Fluggesellschaften zusätzliche Kapazitäten im Markt platzieren, die vom Passagieraufkommen derzeit nicht im gleichen Maße abgeschöpft werden. Dieser Trend verstärkt den Kostendruck auf die Fluggesellschaften in einer Phase anhaltend hoher Betriebsausgaben.