Der Flughafendienstleister Aviapartner Düsseldorf wird seinen Geschäftsbetrieb am 31. Oktober 2025 endgültig einstellen. Diese Maßnahme ist die Folge einer gescheiterten Investorensuche im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das im Juni 2025 beantragt worden war. Von der Betriebsstilllegung sind rund 300 Mitarbeiter betroffen, deren Arbeitsplätze am Flughafen Düsseldorf verloren gehen.
Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens hatten sich zugespitzt, nachdem Aviapartner Düsseldorf bereits 2023 die Lizenz für die eigenständige Bodenabfertigung (Be- und Entladen von Luftfahrzeugen sowie Gepäckabfertigung) am Düsseldorfer Flughafen verloren hatte. Seitdem war das Unternehmen nur noch als Subunternehmer für andere Abfertiger tätig. Generalbevollmächtigter Georg Heidemann, der nach dem Insolvenzantrag zunächst den Betrieb stabilisiert hatte, erklärte, dass ohne einen Erwerber und neues Kapital zur Betriebsstilllegung keine Alternative bestehe. Der Verlust der eigenen Lizenz in einem kompetitiven Wettbewerbsumfeld konnte nicht mehr kompensiert werden.
Der Flughafen Düsseldorf ist auf reibungslose Prozesse bei der Passagier- und Gepäckabfertigung angewiesen. Obwohl der Geschäftsbetrieb bis zuletzt weitergeführt werden konnte, müssen die betroffenen Beschäftigten nun entlassen werden. Gespräche mit dem Betriebsrat über einen möglichen Interessenausgleich und einen Sozialplan sollen zeitnah aufgenommen werden, um sozialverträgliche Lösungen zu finden. Das Insolvenzgeld sicherte die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bis einschließlich August 2025. Der Fall Aviapartner ist ein deutliches Beispiel für die volatilen und wettbewerbsintensiven Bedingungen im Geschäft der Bodenabfertigungsdienstleistungen an großen Verkehrsflughäfen.