AIrbus A320 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Gewerkschaften in Italien protestieren gegen ITA-Geschäftsplan

Werbung

Nur wenige Monate nach dem Einstieg der Lufthansa Group bei ITA Airways regt sich in Italien gewerkschaftlicher Widerstand gegen den neuen Geschäftsplan der Fluggesellschaft. Die Gewerkschaften der Luftfahrtbranche kritisieren, daß der strategische Kurswechsel hin zu einem stärkeren Fokus auf Langstreckenflüge ohne ausreichende Abstimmung mit den Sozialpartnern erfolgt sei. Sie bemängeln, daß die Pläne für die Flottenerweiterung nicht ausreichten, um die globale Anbindung Italiens zu sichern.

Der Verwaltungsrat von ITA Airways hat am 30. Juli den neuen Fünfjahresplan für die Jahre 2026 bis 2030 verabschiedet. Dieser sieht vor, die Marktposition der Fluggesellschaft zu stärken, das Streckennetz und die Flotte auszubauen und die Integration in den Lufthansa-Konzern zu vertiefen. Kern der Strategie ist der Ausbau des Langstreckengeschäfts, insbesondere ab dem Drehkreuz Rom-Fiumicino nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Die Flotte, die bis 2030 rund 100 Flugzeuge umfassen soll, soll jährlich um ein neues Langstreckenflugzeug erweitert werden.

Der Unmut der Gewerkschaften steht im Gegensatz zu früheren Äußerungen, in denen sie den Einstieg der Lufthansa Group noch begrüßt hatten. Damals sahen die Arbeitnehmerorganisationen in dem Zusammenschluß eine Chance zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der europäischen Luftfahrt. Die jetzige Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen die Partnerschaft, sondern gegen die konkrete Ausgestaltung des neuen Geschäftsplans und die Anzahl der geplanten Flugzeuge. Die Gewerkschaften haben angekündigt, ab Herbst auf eine stärkere Mitsprache bei den strategischen Entscheidungen zu drängen.

Die Proteste verdeutlichen die anhaltenden Spannungen, die in der italienischen Luftfahrtbranche seit der Liquidation von Alitalia und der Gründung von ITA Airways bestehen. Bereits damals gab es heftigen Widerstand gegen den Personalabbau. Die Gewerkschaften fordern nun erneut eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Arbeitnehmer bei der strategischen Neuausrichtung.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung