Graz: KLM und AUA fahren die Frequenzen zurück

DHC Dash 8-400 am Flughafen Graz (Foto: Jan Gruber).
DHC Dash 8-400 am Flughafen Graz (Foto: Jan Gruber).

Graz: KLM und AUA fahren die Frequenzen zurück

DHC Dash 8-400 am Flughafen Graz (Foto: Jan Gruber).
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Aufgrund der seitens Deutschlands auch auf die Steiermark ausgedehnten Reisewarnung wird Austrian Airlines ab Graz die erst im Oktober reaktivierten Verbindungen nach Düsseldorf und Stuttgart kürzen.

Deutschland verlangt noch bis zum 7. November 2020 von Personen, die aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten einreisen, dass als Alternative zur 14-tägigen Quarantäne ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, vorliegen muss. In der Praxis wird dies jedoch nur sehr selten kontrolliert, da auf der so genannten Aussteigekarte die entsprechende Frage lediglich mit ja oder nein zu beantworten ist. Mit 8. November 2020 sollen sowohl ein elektronisches Einreisesystem als auch eine Zwangsquarantäne eingeführt werden. Ein vorhandener negativer PCR-Test verkürzt dann lediglich die Quarantäne auf fünf Tage – statt zehn Tage.

Austrian Airlines wird die Ziele Stuttgart und Düsseldorf ab Graz per 9. November 2020 nur noch dreimal wöchentlich ansteuern. In die Landeshauptstadt Baden-Württembergs geht es an den Verkehrstagen Mittwoch, Donnerstag und Freitag. In jene von Nordrhein-Westfalen jeweils am Montag, Donnerstag und Freitag. Der geänderte AUA-Flugplan auf den beiden Routen ist bereits im Reservierungssystem ersichtlich.

Nicht nur ab der Steiermark setzt die Lufthansa-Tochter im Österreich-Deutschland-Verkehr den Rotstift an, sondern auch ab der Homebase Wien. Per Anfang November 2020 werden auf fast allen Routen die Frequenzen reduziert als auch kleineres Fluggerät eingesetzt. Beispielsweise wird man Berlin verstärkt mit DHC Dash 8-400 statt Embraer 195 bedienen.

Der Mitbewerber KLM kürzt ebenfalls das Angebot ab Österreich. Die Graz-Amsterdam-Strecke, die erst am 25. Oktober 2020 reaktiviert wurde, wird bereits Anfang November 2020 auf vier wöchentliche Umläufe (einer weniger) reduziert. Ab der dritten November-Woche werden die Embraer-175-Regionaljets von KLM Cityhopper nur noch drei Umläufe bedienen. Wie es danach weitergehen wird, ist noch unklar. Auch die Niederlande betrachten den Großteil von Österreich als Risikogebiet. Es gibt keine Möglichkeit sich von der Quarantäne „freizutesten“. Ab Wien bietet KLM im Winterflugplan 2020/21 ebenfalls weniger Flüge nach Schiphol. an.

2 Comments

  • Altmetallflieger , 27. Oktober 2020 @ 01:06

    Ein Problem in der EU ist jeder kocht seine eigene Suppe,da sollten einheitliche Regelungen eingeführt werden,ab einer gewissen Grenze an Erkrankter soll das Gebiet kleinräumig abgeriegelt werden,so schadet man der Wirtschaft am wenigsten,anstatt gleich ganze Bundesländer als Risikogebiet zu markieren.
    Wo haben die Politiker ihr Hirn,bei der Arbeit ist das sicher nicht dabei,vielleicht Zuhause am Nachtkasterl vergessen oder bei den Wahlen verloren gangen.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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  • Altmetallflieger , 27. Oktober 2020 @ 01:06

    Ein Problem in der EU ist jeder kocht seine eigene Suppe,da sollten einheitliche Regelungen eingeführt werden,ab einer gewissen Grenze an Erkrankter soll das Gebiet kleinräumig abgeriegelt werden,so schadet man der Wirtschaft am wenigsten,anstatt gleich ganze Bundesländer als Risikogebiet zu markieren.
    Wo haben die Politiker ihr Hirn,bei der Arbeit ist das sicher nicht dabei,vielleicht Zuhause am Nachtkasterl vergessen oder bei den Wahlen verloren gangen.

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