Flughafen Graz bei Nacht (Foto: Robert Spohr).
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Grazer Flughafen testet neues Ein- und Ausreisesystem EES

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Die Europäische Union führt schrittweise das neue Entry-Exit-System (EES) zur digitalen Erfassung von Reisenden aus Drittstaaten an den Schengen-Außengrenzen ein. Ziel des vollautomatisierten IT-Systems, das bis April 2026 flächendeckend implementiert werden soll, ist die lückenlose Gewährleistung der Einhaltung von Ein- und Ausreisebestimmungen. Der Flughafen Graz (GRZ) hat mit der Testphase des neuen Kontrollverfahrens begonnen.

Das EES ersetzt den bisherigen Stempel im Reisepass durch eine digitale Erfassung und Speicherung von personenbezogenen und biometrischen Daten, insbesondere Fingerabdrücken und Gesichtsbildern. Die Grenzkontrollstellen am Grazer Flughafen wurden bereits mit der notwendigen Hardware wie Fingerprint-Readern und Kamerastelen ausgestattet. Künftig wird der Grenzbeamte die biometrischen Daten mit dem Pass abgleichen und die Einreisedaten in einer einheitlichen, Schengen-weiten Datenbank ablegen.

Betroffen von dem neuen System sind Reisende aus Nicht-EU-Ländern, die für einen Kurzaufenthalt von bis zu 90 Tagen in den Schengen-Raum einreisen, unabhängig davon, ob sie visumfrei reisen dürfen oder ein Kurzaufenthaltsvisum besitzen. Jürgen Löschnig, Geschäftsführer des Graz Airport, informierte, dass das neue System für alle Beteiligten eine Herausforderung darstelle. Trotz guter Vorbereitung und Abschluss aller notwendigen Arbeiten sei gerade in der Anfangsphase mit längeren Wartezeiten bei der Einreise für Drittstaatsangehörige zu rechnen.

Das EES ist Teil einer umfassenden Modernisierung der EU-Grenzverwaltung und soll die Sicherheit im Schengen-Raum erhöhen, indem es unter anderem verhindert, dass Reisende die zulässige Aufenthaltsdauer überziehen. Experten warnen, dass die Übergangsphase an vielen europäischen Flughäfen zu anfänglichen Verzögerungen führen könnte, bis sich die Prozesse eingespielt haben und die technischen Systeme reibungslos funktionieren.

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