Griechenland behauptet im Sommer 2025 erneut seine Position unter den drei beliebtesten Urlaubszielen deutscher Reisender, wie aktuelle Daten des Deutschen Reiseverbandes (DRV) auf der diesjährigen ITB Berlin belegen. Neben der Türkei und Spanien zieht Griechenland weiterhin eine starke Nachfrage an und bestätigt damit seine anhaltende Attraktivität für den deutschen Reisemarkt.
Laut DRV-Präsident Norbert Fiebig rangiert Griechenland auf Platz drei der Top-10-Flugpauschalreiseziele für den Sommer 2025, basierend auf den neuesten Verkaufszahlen. Die vollständige Liste umfasst:
- Türkei
- Spanien
- Griechenland
- Ägypten
- Portugal
- Italien
- Tunesien
- USA
- Malediven
- Bulgarien
Diese Zahlen verdeutlichen die ungebrochene Beliebtheit Griechenlands bei deutschen Urlaubern.
Griechenland auch zu Ostern ein beliebtes Ziel
Nicht nur im Sommer, sondern auch für die Osterferien 2025 zählt Griechenland zu den Top-5-Reisezielen. Die beliebtesten Destinationen für Reiseveranstalter während der Osterferien, die in diesem Jahr im April liegen, sind:
- Türkei (17 Prozent des Gesamtumsatzes)
- Ägypten (13 Prozent)
- Kanarische Inseln (11 Prozent)
- Balearen (8 Prozent)
- Griechenland (5 Prozent)
Diese Platzierungen unterstreichen die saisonübergreifende Anziehungskraft Griechenlands auf deutsche Urlauber.
Trend zu Frühbuchungen setzt sich fort
Ein bemerkenswerter Trend für 2025 ist die Verschiebung hin zu Frühbuchungen. Dieses Verhalten wird teilweise durch den Wunsch nach günstigen Preisen und der Sicherung von Verfügbarkeiten in beliebten Destinationen beeinflusst. Fiebig betonte, daß Frühbuchungen für Mittelmeerdestinationen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres signifikant höher sind. „Die Deutschen buchen ihren Sommerurlaub noch früher als zuvor – Frühbucher sind die neuen Last-Minute-Reisenden“, bemerkte er.
Bis Ende Januar lagen die Sommerurlaubsbuchungen insgesamt 11 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt 2024, was auf eine klare Abkehr vom traditionellen Last-Minute-Buchungsverhalten hindeutet.
Hohe Nachfrage nach Mittelmeerurlaub
Die aktuelle Nachfrage zeigt eine klare Präferenz für mediterrane Stranddestinationen unter deutschen Reisenden. Laut DRV-Daten für die Sommersaison 2025 sind Flugpauschalreisen in die östlichen Mittelmeerländer, Kreuzfahrten sowie Fernreisen noch stärker nachgefragt als im vergangenen Sommer. Insgesamt führt die Urlaubsnachfrage in der Sommersaison (Mai bis Oktober) im Vorjahresvergleich zu einem Umsatzwachstum von 12 Prozent.
Rund 62 Prozent der Buchungen bis Ende Januar wurden über Reisebüros oder Online-Reiseportale getätigt, die Produkte von Reiseveranstaltern verkaufen, was die anhaltende Beliebtheit traditioneller Pauschalreisen unterstreicht. „Der Zuspruch für die gut abgesicherte, klassische Pauschalreise wächst erneut“, sagte Fiebig. „Im Vergleich zum Vorjahr haben bereits 6 Prozent mehr Menschen einen Urlaub mit einem Reiseveranstalter gebucht.“
Kreuzfahrten und Fernreisen boomen
Neben dem Mittelmeer verzeichnen auch Kreuzfahrten einen bemerkenswerten Nachfrageanstieg, mit Buchungen für den Sommer 2025, die um 18 Prozent gestiegen sind, teilweise bedingt durch leichte Preisrückgänge. Fernreisen, insbesondere zu asiatischen Zielen wie Thailand, erleben ebenfalls ein überdurchschnittliches Wachstum von 33 Prozent.
Preisbewußtsein der Urlauber steigt
Trotz der starken Reiselust werden deutsche Urlauber aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Belastungen zunehmend preissensibler. Dieser Trend zeigt sich besonders im Anstieg der Buchungen zu erschwinglicheren Mittelmeerdestinationen. Fiebig erklärte, daß in wirtschaftlich unsicheren Zeiten „das Geld nicht mehr so locker sitzt – und das spiegelt sich auch in der Wahl des Reiseziels wider“.
Dennoch zeigte sich der Verbandspräsident optimistisch für 2025 und merkte an, daß laut Umfragen fast ein Viertel der Deutschen plant, mehr für Urlaub auszugeben.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Trend zur sogenannten „Coolcation“, bei dem Reisende kühlere Reiseziele bevorzugen. Beliebte „Coolcation“-Destinationen sind unter anderem Schweden, Dänemark, Norwegen, Österreich, Finnland sowie Island, Kanada und die Arktis. In Norwegen und Schweden ist bereits ein signifikanter Anstieg der Übernachtungszahlen ausländischer Touristen zu verzeichnen. Laut einer EU-Studie könnte dieser Trend zunehmen, obwohl die hohen Preise in skandinavischen Ländern ein Hindernis darstellen. Insgesamt verschiebt sich der Tourismus von den traditionell heißen Mittelmeer-Regionen hin zu kühleren nördlichen Gebieten.