Griechenland hat im Jahr 2026 seine Position als zweitwichtigstes Ziel für qualitätsgeprüfte Küstenabschnitte weltweit erfolgreich verteidigt. Insgesamt erhielten 624 griechische Strände die international anerkannte Blaue Flagge, eine Auszeichnung für Wasserqualität und Sicherheitsstandards.
Die Ergebnisse wurden am 14. Mai während einer offiziellen Zeremonie in Paleo Faliro bei Athen durch die Hellenische Gesellschaft für Naturschutz bekannt gegeben. Neben den zahlreichen Stränden wurden auch 17 Jachthäfen und 17 touristische Boote für die Einhaltung der strengen Kriterien zertifiziert. Damit entfallen rund 14 Prozent aller weltweit vergebenen Auszeichnungen auf das hellenische Staatsgebiet.
An der Spitze der nationalen Statistik steht erneut die Halbinsel Chalkidiki mit 93 prämierten Stränden, während die Insel Kreta mit insgesamt 154 Blauen Flaggen die führende Region im landesweiten Vergleich bleibt. Um die Auszeichnung zu erhalten, müssen Standorte insgesamt 33 Kriterien erfüllen, die neben der exzellenten Wasserqualität vor allem Aspekte der Sicherheit, der Dienstleistungen und der allgemeinen Infrastruktur betreffen. Für Jachthäfen gelten sogar 38 spezifische Anforderungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Barrierefreiheit und dem Vorhandensein von Rettungsausrüstung sowie Erster Hilfe an den jeweiligen Standorten.
Die diesjährige Bekanntgabe markiert zudem den Beginn einer Übergangsphase für die Jahre 2026 und 2027. Nikos Petrou, Präsident der koordinierenden Organisation in Griechenland, erklärte, dass ab dem Jahr 2028 verschärfte operative Kriterien in Kraft treten werden. Das aktuelle zweijährige Übergangssystem soll den Betreibern von Stränden und Marinas ermöglichen, ihre Managementprozesse an die neuen methodischen Standards anzupassen, ohne die Glaubwürdigkeit der laufenden Überwachungsverfahren zu gefährden. Jährliche Inspektionen und regelmäßige Probenahmen zur Kontrolle der Wasserreinheit bleiben während dieses Prozesses in vollem Umfang bestehen.
Weltweit wurden in diesem Jahr 4.378 Strände, 747 Marinas und 158 Tourismusboote in 51 teilnehmenden Ländern ausgezeichnet. Griechenland rangiert dabei im vierten Jahr in Folge direkt hinter Spanien auf dem zweiten Platz der Weltrangliste. Diese Beständigkeit gilt in der Tourismusbranche als wichtiger Indikator für die Zuverlässigkeit der griechischen Küsteninfrastruktur. Die Auszeichnungen dienen internationalen Reiseveranstaltern oft als Orientierungshilfe bei der Bewertung von Destinationen und tragen maßgeblich zur Wettbewerbsfähigkeit des griechischen Sommertourismus bei.