Im südtiroler Grödner Tal beginnt am 4. Dezember 2026 der alpine Skibetrieb für die Wintersaison 2026/2027.
Das Skigebiet Gröden – Seiser Alm, das Teil des Verbunds Dolomiti Superski mit insgesamt rund 500 zusammengeschlossenen Pistenkilometern ist, nimmt damit seinen regulären Liftbetrieb an zentralen Strecken wie der Saslong sowie der Abfahrt La Longia auf. Die Eröffnung der Aufstiegsanlagen ermöglicht zeitgleich den Zugang zur Sellaronda, der um den Sellastock führenden Skirunde.
Neben dem regulären Pistenbetrieb setzt die Region auf die Vermarktung der vorweihnachtlichen Veranstaltungsreihe „Weihnachtstal der Dolomiten“, die vom 28. November 2026 bis zum 6. Januar 2027 in den Ortschaften St. Ulrich, Wolkenstein und St. Christina stattfindet. Das kulturelle Rahmenprogramm umfasst das lokale Holzschnitzerhandwerk sowie Gastronomieangebote der Südtiroler und ladinischen Küche. Zur Förderung der Auslastung in der Frühsaison bieten die Beherbergungsbetriebe im Zeitraum vom 3. bis 19. Dezember 2026 das Rabattmodell „Val Gardena Superpremière“ an, bei dem vier Übernachtungen und Skipässe zum Preis von drei Tagen abgerechnet werden.
Der Start der Wintersaison fällt zeitlich mit den Vorbereitungen auf den alpinen FIS-Ski-Weltcup zusammen. Am 18. und 19. Dezember 2026 trägt die Internationalen Ski-Verband (FIS) auf der Saslong-Piste die Speed-Rennen im Super-G und in der Herrenabfahrt aus. Die Austragung der Rennen erfordert an den Renntagen und während der vorangehenden Trainingseinheiten temporäre Absperrungen ausgewählter Pistenabschnitte und verlangt von den örtlichen Betreibern eine angepasste Verkehrs- und Besucherlenkung im Tal.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die enge zeitliche Abfolge von Saisonauftakt, Weihnachtsveranstaltungen und internationalen Großsportereignissen eine logistische Herausforderung für die regionale Infrastruktur darstellt. Das Zusammenwirken von Sporttourismus und Gastronomie dient den lokalen Akteuren dazu, die Wertschöpfung in der zeitlich begrenzten Frühwinterphase vor den Hauptferienzeiten im Januar und Februar abzusichern.