Flughafen Tunis (Foto: Citizen59).
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Großangelegte Kapazitätserweiterung für den Flughafen Tunis-Karthago beschlossen

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Tunesien hat eine strategische Entscheidung zur Modernisierung seiner Luftverkehrsinfrastruktur getroffen und setzt dabei auf den massiven Ausbau des bestehenden Flughafens Tunis-Karthago.

Das tunesische Verkehrsministerium gab bekannt, dass die jährliche Passagierkapazität des wichtigsten Drehkreuzes des Landes bis zum Jahr 2031 von derzeit etwa fünf Millionen auf 18,5 Millionen Reisende gesteigert werden soll. Die geschätzten Gesamtkosten für dieses Großprojekt belaufen sich auf rund drei Milliarden Dinar, was etwa 880 Millionen Euro entspricht. Mit der Aufnahme des Vorhabens in den Investitionshaushalt 2026 der Zivilen Luftfahrt- und Flughafenbehörde (OACA) wurde der formelle Startschuss für die Planungs- und Bauphasen gegeben.

Hinter dieser Entscheidung steht eine Abkehr von früheren Überlegungen, einen komplett neuen Flughafen in der Region Utique, etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt, zu errichten. Fachleute und Regierungsvertreter kamen zu dem Schluss, dass die Erweiterung des Standorts Tunis-Karthago aufgrund der bestehenden logistischen Anbindungen und der Nähe zum Stadtzentrum wirtschaftlich effizienter ist. Das Ausbaukonzept sieht den Bau eines neuen Terminalgebäudes mit einer Fläche von rund 80.000 Quadratmetern vor. Zudem sollen die Start- und Landebahnen sowie die Rollwege technisch instand gesetzt und an das höhere Verkehrsaufkommen angepasst werden, um die Abwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Ergänzende Recherchen ergeben, dass das Projekt auch eine tiefgreifende Modernisierung der Flugsicherungssysteme und der Bodendienste umfasst. Geplant ist zudem eine verbesserte Anbindung des Flughafens an das öffentliche Verkehrsnetz der Hauptstadt, unter anderem durch die Erweiterung von Schienenverbindungen. Diese Infrastrukturmaßnahmen sind Teil eines umfassenden Wirtschaftsplans, der darauf abzielt, Tunesien als zentrales nordafrikanisches Drehkreuz für den Transferverkehr zwischen Europa und Subsahara-Afrika zu positionieren. Die staatliche Fluggesellschaft Tunisair wird voraussichtlich ihre Flottenplanung an die neuen Kapazitäten anpassen, um den erwarteten Zuwachs im Tourismus- und Geschäftsreiseverkehr bewältigen zu können.

Die Finanzierung des Projekts soll durch eine Kombination aus staatlichen Mitteln und internationalen Krediten gesichert werden. Trotz der angespannten Haushaltslage sieht die tunesische Regierung die Investition als alternativlos an, da der aktuelle Flughafen bereits seit Jahren an seinen Belastungsgrenzen operiert und häufige Verzögerungen im Betriebsablauf die Attraktivität des Standorts mindern. Durch die stufenweise Umsetzung bis 2031 soll sichergestellt werden, dass der laufende Flugbetrieb während der Bauarbeiten so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Das Verkehrsministerium erwartet durch die Kapazitätserweiterung zudem die Schaffung zahlreicher neuer Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor am Flughafenstandort.

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