Der Flughafen Mailand-Malpensa hat unmittelbar vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 seine bisher intensivste Betriebsphase erreicht. Im Rahmen eines spezialisierten Einsatzplans bewältigt das wichtigste norditalienische Luftfahrt-Drehkreuz derzeit Rekordaufkommen bei Passagieren und Fracht. Bisher wurden rund 1.400 Athleten und technische Betreuer aus 77 Delegationen abgefertigt. Hinzu kommen 4.600 Medienvertreter sowie eine beachtliche Anzahl hochrangiger Gäste, darunter 200 VIPs und 53 Staats- und Regierungschefs. Um den reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurde das Terminal 1 umfassend vorbereitet und personell verstärkt.
Die logistische Herausforderung umfasst insbesondere die Handhabung von tausenden Gepäckstücken sowie sperriger Sportausrüstung wie Skiern, Fahrrädern und medizinischem Material. Für diese Spezialaufgaben wurden hunderte zusätzliche Transportwagen bereitgestellt und rund 200 Freiwillige des Flughafenbetreibers SEA mobilisiert. Neben der reinen Passagierabfertigung dient Malpensa als zentraler operativer Knotenpunkt für die Spiele. Hier werden Akkreditierungen vorgenommen, Sicherheitschecks für Ausrüstungen durchgeführt und die Weitertransporte zu den verschiedenen Wettkampfstätten in den Alpen koordiniert. Eine rund um die Uhr besetzte Einsatzzentrale überwacht in enger Abstimmung mit der Stiftung Milano Cortina 2026 sämtliche Abläufe.
Zusätzliche Quellen belegen, dass die italienischen Behörden für diesen Zeitraum die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen massiv verschärft haben. Neben verstärkten Polizeikontrollen kommen modernste Scansysteme für das Sperrgepäck zum Einsatz, um Verzögerungen trotz des enormen Volumens zu vermeiden. Der Flughafen fungiert zudem als Kommunikationszentrum: Über das sogenannte MXP Media Lab wird die Ankunft der internationalen Delegationen dokumentiert und für die weltweite Berichterstattung aufbereitet. Da Malpensa als Haupttor für die Winterspiele dient, wurde auch die Anbindung an den Schienen- und Straßenverkehr optimiert, um die Athleten ohne Zeitverlust in die olympischen Dörfer zu bringen.
Die aktuelle Auslastung stellt einen Härtetest für die erst kürzlich modernisierte Infrastruktur dar. Während der reguläre Linienbetrieb parallel weiterläuft, müssen Sondercharterflüge der verschiedenen Nationalteams in die engen Zeitfenster des Flugplans integriert werden. Experten gehen davon aus, dass Malpensa während der gesamten Dauer der Spiele sowie für die anschließenden Paralympics als logistisches Rückgrat fungieren wird. Die Koordination der Logistikketten reicht dabei bis zur Überwachung der Wetterbedingungen, um bei plötzlichen Wintereinbrüchen alternative Landemöglichkeiten oder Transportwege sofort aktivieren zu können.