Salt Lake City Boeing Office (Foto: Boeing).
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Großauftrag für Boeing: Israel erwirbt 25 zusätzliche F-15IA-Kampfflugzeuge

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Das US-Verteidigungsministerium hat dem Luftfahrtkonzern Boeing einen Vertrag im Wert von 8,6 Milliarden US-Dollar für die Produktion und Lieferung von 25 neuen Kampfflugzeugen des Typs F-15IA an Israel erteilt. Die Vereinbarung, die am 29. Dezember 2025 offiziell bekannt gegeben wurde, enthält zudem eine Option auf den Erwerb von 25 weiteren Maschinen in der Zukunft.

Diese Entscheidung folgt auf hochrangige Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Mar-a-Lago, Florida. Der Auftrag umfasst neben der Produktion auch die Entwicklung, Systemintegration und Erprobung der Flugzeuge, wobei die Fertigung am Boeing-Standort in St. Louis, Missouri, erfolgen soll. Die vollständige Abwicklung des Vertrages ist bis zum 31. Dezember 2035 vorgesehen.

Dieser neue Kontrakt ergänzt eine bereits im November 2024 getätigte Bestellung über 5,2 Milliarden US-Dollar, die durch US-Militärhilfe finanziert wurde. Mit dem aktuellen Abschluss erhöht sich die Gesamtzahl der bestellten F-15IA-Maschinen auf 50 Einheiten. Die F-15IA ist die israelische Spezifikation der F-15EX Eagle II und stellt eine technologisch hochentwickelte Version des bewährten Jagdflugzeugs dar. Sie wird von neuen F110-GE-129-Triebwerken angetrieben und verfügt über ein digitales Cockpit, moderne Radarsysteme sowie verbesserte Fähigkeiten zur elektronischen Kampfführung. Ein wesentliches Merkmal ist die optimierte Kommunikation mit F-35-Tarnkappenjets, was die operative Schlagkraft der israelischen Luftwaffe im Verbund erheblich steigern soll.

Technisch gesehen ist die F-15IA für schwere Lasten ausgelegt und kann bis zu 24 Luft-Luft-Raketen mitführen, was sie zu einem der kampfstärksten Flugzeuge ihrer Klasse macht. Durch die Integration neuer Missionscomputer und moderner Sensoren wird die Maschine in der Lage sein, Bedrohungen auf größere Distanzen zu erkennen und zu bekämpfen. Für die israelische Luftwaffe bedeutet die Modernisierung eine signifikante Erweiterung ihrer bestehenden Flotte von 66 älteren F-15-Varianten. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Auslieferung der ersten Maschinen für das Jahr 2031 erwartet wird und die F-15IA eine zentrale Rolle in der langfristigen Verteidigungsstrategie Israels einnehmen wird.

Der milliardenschwere Rüstungsdeal festigt die langjährige militärische Kooperation zwischen den USA und Israel und sichert gleichzeitig tausende Arbeitsplätze in der US-Verteidigungsindustrie. Da die F-15EX über eine Lebensdauer von bis zu 20.000 Flugstunden verfügt, ist die Investition auf eine jahrzehntelange Nutzung ausgelegt. Die Finanzierung erfolgt primär über das Foreign Military Financing (FMF)-Programm, durch das die USA jährlich Milliardenbeträge für israelische Rüstungskäufe bereitstellen. Kritiker und Beobachter sehen in der massiven Aufstockung der Luftstreitkräfte eine Reaktion auf die anhaltend komplexen Sicherheitsherausforderungen im Nahen Osten, wobei die technische Überlegenheit gegenüber regionalen Akteuren gewahrt bleiben soll.

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