Am Flughafen Salzburg beginnen nach längeren Verzögerungen im Zusammenhang mit der rechtlichen Einordnung der Deponieverordnung die Vorbereitungen für die großflächige Sanierung von chemisch belastetem Erdreich.
Auf dem Areal des Landesairports wurden in der Vergangenheit erhebliche Mengen an Löschwasser verwendet, die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) enthielten. Nach der bereits installierten Grundwasserreinigungsanlage im Rahmen von Ersteingriffen leiten die Verantwortlichen nun die Hauptphase der technischen Sicherung ein.
Das geplante Bauvorhaben erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren und wird jeweils in den wärmeren Monaten für die Dauer von 26 Wochen als Großbaustelle betrieben. Die technischen Maßnahmen beinhalten die Positionierung schwerer Baumaschinen, das Einschlagen von Spundwänden sowie großflächige Erdaushubarbeiten zur Einhausung und Sicherung der Schadstoffherde im Boden.
Gegen die mit den Bauarbeiten einhergehenden Belastungen regt sich organisierter Widerstand aus der benachbarten Bevölkerung. Der Anrainerschutzverband (ASA) fordert eine transparente Offenlegung der prognostizierten Lärm- und Erschütterungswerte für die angrenzenden Wohngebiete sowie Nachbesserungen bei den Schutzvorkehrungen. Fachgutachten deuten darauf hin, dass es an zahlreichen Bautagen zu Überschreitungen der zulässigen Lärmrichtwerte kommen dürfte.
Der Anrainerschutzverband verweist zudem auf einzuhaltende rechtliche Fristen im laufenden behördlichen Bewilligungsverfahren. Bis zum 3. November 2026 können betroffene Nachbarn und Anwohner Einwendungen bei den zuständigen Behörden von Stadt und Land Salzburg einreichen, um sich im weiteren Verfahren die formelle Parteienstellung und damit das Recht auf rechtliches Gehör zu sichern.