Flughafen Budapest (Foto: BUD Airport).
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Großprojekt am Flughafen Budapest: Baustart für Kapazitätserweiterung

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Mit der feierlichen Grundlegung für ein neues Terminal hat der Flughafen Budapest eine der umfangreichsten Ausbauphasen seiner Geschichte eingeleitet. Das Bauvorhaben ist zentraler Bestandteil eines auf zehn Jahre angelegten Investitionsprogramms im Volumen von rund einer Milliarde Euro.

Ziel der Maßnahmen ist es, die Infrastruktur des Standorts an das rasant steigende Passagieraufkommen anzupassen. Im Jahr 2025 verzeichnete die ungarische Hauptstadt bereits knapp 20 Millionen Fluggäste, was einem Zuwachs von 35 Prozent seit der Übernahme durch den Betreiber Vinci Airports entspricht. Das neue Hauptterminal wird eine Fläche von 35.000 Quadratmetern umfassen und durch einen 19.000 Quadratmeter großen Pier ergänzt.

Durch die Erweiterung wird die jährliche Kapazität des Flughafens um mehr als zehn Millionen Passagiere gesteigert. Der Entwurf sieht zudem die Schaffung von 13 zusätzlichen Flugzeugpositionen sowie eine signifikante Vergrößerung der Vorfeldflächen vor. Damit reagiert die Betreibergesellschaft auf die steigende Bedeutung Budapests als zentrales Drehkreuz in Mittel- und Osteuropa, das insbesondere von Billigfluggesellschaften wie Wizz Air und Ryanair sowie von einem wachsenden Angebot an Langstreckenverbindungen in Richtung Asien und Nordamerika profitiert. Die baulichen Maßnahmen sollen einen reibungsloseren Abfertigungsprozess ermöglichen und die Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen sowie beim Check-in verkürzen.

Flankierend zum Neubau wird das bestehende Terminal 2 umfassend modernisiert, um einen einheitlichen Standard in der gesamten Anlage zu gewährleisten. Das Gesamtkonzept umfasst darüber hinaus die Erneuerung der Parkplatz-Infrastruktur sowie der Zufahrtsstraßen. Ein entscheidender Faktor für die künftige Wettbewerbsfähigkeit ist zudem die Vorbereitung einer direkten Schienenanbindung an die Budapester Innenstadt, die das bisherige System aus Shuttle-Bussen und Taxis ergänzen soll. Diese infrastrukturelle Aufwertung ist eng mit der wirtschaftlichen Strategie der ungarischen Regierung verknüpft, die den Flughafen als strategisches Asset für den Tourismus und den internationalen Handel betrachtet.

Experten sehen in dem Projekt ein klares Signal für die Konsolidierung des osteuropäischen Luftverkehrsmarktes. Während andere Großprojekte in Europa mit Verzögerungen kämpfen, setzt Budapest auf eine zügige Umsetzung der Bauabschnitte. Die Investitionen von Vinci Airports, die den Flughafen gemeinsam mit staatlichen Partnern führen, zielen darauf ab, den Standort als ernsthafte Alternative zu den Hubs in Wien und Prag zu positionieren. Mit der Fertigstellung der ersten Ausbaustufen wird bis zum Ende des Jahrzehnts gerechnet, wodurch der Flughafen Budapest langfristig für ein Passagiervolumen von über 30 Millionen Menschen gerüstet sein wird.

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