Die polnische Gesellschaft Centralny Port Komunikacyjny (CPK) hat ein wettbewerbliches Dialogverfahren zur Auswahl des Generalunternehmers für das Passagierterminal des geplanten neuen CPK-Flughafens eingeleitet. Mit einem geschätzten Wert von über fünf Milliarden Złoty (PLN) handelt es sich um die bisher größte Ausschreibung des Unternehmens in diesem Jahr. Die Unterzeichnung des Vertrags wird für 2026 erwartet, die Fertigstellung des Baus bis Ende 2031. Dieser Schritt stellt eine bedeutende Chance für polnische Bauunternehmen dar und soll die nationale Wirtschaft ankurbeln.
Die Ausschreibung für den Generalunternehmer des Passagierterminals ist einer der zentralen Bauaufträge für den neuen Flughafen. Interessierte Unternehmen können ihre Teilnahmeanträge bis zum 29. August dieses Jahres einreichen. In der ersten Phase werden die Teilnahmeanträge geprüft, woraufhin CPK plant, bis zu fünf Bieter zur Phase des wettbewerblichen Dialogs einzuladen. Dieser Dialog soll es CPK ermöglichen, die besten technischen und wirtschaftlichen Lösungen für das komplexe Bauvorhaben zu ermitteln.
Der geplante Passagierterminal soll das Herzstück des neuen Flughafens bilden und eine Fläche von etwa 450.000 Quadratmetern umfassen. Zum Vergleich: Der Terminal des Chopin-Flughafens in Warschau erstreckt sich über 165.000 Quadratmeter. Der Hauptterminal wird direkt mit den Flugsteigen verbunden sein. Zum Zeitpunkt der Eröffnung soll der Terminal über fast 140 Check-in-Schalter verfügen, mit der Möglichkeit, diese Zahl auf bis zu 170 zu erweitern. Das Design des Terminals, des Bahnhofs und des Verkehrsknotens stammt von einem Konsortium aus Foster + Partners und Buro Happold in Zusammenarbeit mit über 30 weiteren Firmen.
CPK-Chef Dr. Filip Czernicki betonte, daß die Anforderungen in diesem Verfahren darauf abzielen, Unternehmen zu gewinnen, die in der Lage sind, den Auftrag auf hohem Niveau zu erbringen und sowohl internationale Baustandards als auch polnische Rechtsvorschriften zu erfüllen. Die Vergabekriterien berücksichtigen neben dem Preis auch die technische Expertise, die Arbeitsorganisation und die Garantiebedingungen der Bewerber. Polnische Unternehmen sollen durch die Kriterien die Möglichkeit erhalten, von dem Großprojekt zu profitieren, ähnlich wie in Spanien bei großen, durch EU-Mittel geförderten Infrastrukturprojekten.