Boeing 787 (Foto: Jan Gruber)
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Hamburg: Royal Jordianian im Anflug

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Der Flughafen Hamburg erweitert sein Streckennetz strategisch und deutlich in Richtung Naher Osten und Nordafrika. Mit der Aufnahme zweier bedeutender Nonstop-Verbindungen nach Amman in Jordanien und Marrakesch in Marokko ab dem Frühjahr 2026 stärkt der Flughafen seine Position als wichtiges Drehkreuz in Norddeutschland.

Die neuen Routen bieten sowohl für Geschäftsreisende als auch für den Tourismus attraktive Optionen und verbessern die Anbindung der Region an global operierende Luftfahrtnetzwerke. Die Frequenz von insgesamt vier wöchentlichen Abflügen in diese beiden kulturell und wirtschaftlich relevanten Regionen unterstreicht die wachsende Bedeutung des Hamburger Flughafens im interkontinentalen Verkehr.

Royal Jordanian nimmt fünftes deutsches Ziel in den Flugplan auf

Die nationale Fluggesellschaft Jordaniens, Royal Jordanian, wird ab dem 28. März 2026 zweimal wöchentlich eine Direktverbindung vom Hamburg Airport zum Queen Alia International Airport in der jordanischen Hauptstadt Amman anbieten. Die Flüge werden jeweils mittwochs und samstags mit einem Airbus A320 durchgeführt. Damit ergänzt Hamburg das bereits bestehende deutsche Streckennetz von Royal Jordanian, das bislang Berlin, Düsseldorf und Frankfurt am Main umfasste und nun auf fünf wichtige deutsche Metropolen ausgedehnt wird. Erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass Royal Jordanian auch die Strecke nach München wieder aufnehmen wird, was die strategische Bedeutung des deutschen Marktes für die Airline unterstreicht.

Karim Makhlouf, Chief Commercial Officer von Royal Jordanian Airlines, hob hervor, dass die neue Verbindung die gesamte deutsche Marktabdeckung der Airline komplettiert. Ziel sei es, Jordanien verstärkt als attraktives Reiseziel zu positionieren und die Konnektivität zwischen Europa, der Levante, dem Golfraum und Asien zu stärken. Tatsächlich stellt Amman als Drehkreuz der oneworld-Allianz, zu der Royal Jordanian gehört, eine wichtige Transitstation dar. Fluggäste aus Norddeutschland erhalten durch diese Verbindung Zugang zu einem globalen Netzwerk an Partnerfluggesellschaften, darunter American Airlines und Qatar Airways. Dies ermöglicht Passagieren verbesserte Umsteigeverbindungen und erleichtert die Reiseplanung zu zahlreichen Fernzielen in Asien und dem Nahen Osten.

Für Reisende eröffnet sich durch die Direktflüge die Möglichkeit, die berühmten Sehenswürdigkeiten Jordaniens, wie die Felsenstadt Petra, das Tote Meer und die beeindruckenden Wüstenlandschaften des Wadi Rum, komfortabler zu erreichen. Die Flugzeit für die Strecke von Hamburg nach Amman beträgt rund 4 Stunden und 40 Minuten.

Easyjet reaktiviert direkte Verbindung nach Marrakesch

Neben der Erweiterung der Langstreckenanbindung in den Nahen Osten wird auch Nordafrika mit einer neuen Direktverbindung gestärkt. Easyjet, die britische Fluggesellschaft, nimmt ab dem 1. Mai 2026 eine zweimal wöchentliche Verbindung nach Marrakesch in Marokko in ihren Flugplan auf. Geflogen wird jeweils dienstags und freitags. Damit ist die marokkanische Metropole erstmals seit 2020 wieder nonstop ab Hamburg erreichbar.

Die Ankündigung von Easyjet steht im Kontext einer strategischen Expansion der Billigfluggesellschaft in Nordafrika. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, wird Easyjet im Sommer 2026 Marrakesch als erste Basis auf dem afrikanischen Kontinent etablieren und dort dauerhaft drei Flugzeuge stationieren. Die neue Route von Hamburg ist Teil dieses Ausbaus, der die Bedeutung Marrakeschs als touristisches und wirtschaftliches Ziel hervorhebt.

Stephan Erler, Country Manager für Deutschland und die Schweiz bei Easyjet, betonte die Relevanz der neuen Route: „Diese Route unterstreicht unser Bestreben, unseren Kunden attraktive Direktverbindungen zu bieten und die Konnektivität zwischen Hamburg und spannenden Reisezielen weltweit zu stärken.“

Marrakesch, bekannt für seine lebhaften Souks, prächtigen historischen Paläste und das milde Klima, insbesondere im Frühling und Herbst, ist ein populäres Ziel für kulturell und kulinarisch interessierte Reisende. Die direkte Flugverbindung aus Norddeutschland verkürzt die Reisezeit erheblich und steigert die Attraktivität der Destination für deutsche Urlauber.

Strategische Positionierung des Hamburg Airport

Die zeitnahe Einführung beider Routen nach Amman und Marrakesch unterstreicht die strategische Ausrichtung des Hamburg Airport, sein Streckenportfolio qualitativ zu verbessern und die Anbindung an internationale Drehkreuze sowie populäre Urlaubsziele zu optimieren. Christian Kunsch, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, betonte, dass durch die neuen Interkontinentalverbindungen und die Anbindung an die oneworld-Allianz über Amman den Passagieren aus Norddeutschland ein „einzigartiges Streckennetz“ zur Verfügung stehe.

Die Fokussierung auf die Achse Naher Osten und Nordafrika reagiert auf eine hohe und anhaltende Nachfrage nach kulturell reichen und wärmeren Reisezielen, die auch in der Nebensaison attraktive Bedingungen bieten. Die Zusammenarbeit mit renommierten Airlines wie Royal Jordanian, einem Mitglied der oneworld-Allianz, festigt zudem die Rolle des Flughafens als Zugangspunkt zu globalen Luftfahrtstrukturen, was insbesondere für die regionale Wirtschaft von Vorteil ist. Die Diversifizierung des Streckennetzes über traditionelle europäische Ziele hinaus ist ein klarer Indikator für die dynamische Entwicklung des Luftverkehrsstandorts Hamburg.

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