Am 26. Mai 2024 geriet eine Boeing 787-9 Dreamliner von Qatar Airways auf ihrem Flug von Doha nach Dublin in heftige Turbulenzen. Der Vorfall ereignete sich über der Türkei und führte zu Verletzungen bei 12 Personen an Bord. Der Flug QR017 konnte dennoch planmäßig und sicher um 13:00 Uhr auf dem Flughafen Dublin landen, wo das Flugzeug von Rettungsdiensten in Empfang genommen wurde.
Laut einer Erklärung des Flughafens Dublin wurden nach der Landung sechs Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder medizinisch versorgt. Die Verletzungen reichten von leichten bis mittelschweren, was die Professionalität und Vorbereitung der Besatzung hervorhebt, die in einer solchen Krisensituation ruhig und effektiv handelte. Die betroffenen Personen wurden umgehend in örtliche Krankenhäuser gebracht.
Ein Sprecher von Qatar Airways äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall: „Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungsmitglieder hat für uns höchste Priorität. Wir sind erleichtert, dass QR017 sicher landen konnte und danken den Rettungsdiensten für ihre schnelle Reaktion.“ Weiterhin wurde betont, dass Qatar Airways in enger Zusammenarbeit mit den Behörden den Vorfall genau untersuchen wird, um die Ursachen der Turbulenzen zu ermitteln und zukünftig noch bessere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie turbulenzbedingter Zwischenfälle in der Luftfahrt ein. Nur wenige Tage zuvor, am 21. Mai 2024, starb ein 73-jähriger britischer Passagier auf einem Singapore Airlines-Flug von London nach Singapur infolge extremer Turbulenzen. Diese jüngsten Ereignisse werfen erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren, die durch atmosphärische Phänomene verursacht werden können.
Meteorologen weisen darauf hin, dass Turbulenzen oft durch starke Luftströmungen und Wetterphänomene wie Gewitter verursacht werden. Diese sind besonders in bestimmten Regionen der Welt, darunter auch über den Gebirgen der Türkei, häufig anzutreffen. Der Klimawandel könnte zudem die Häufigkeit und Intensität solcher Turbulenzen erhöhen, wie einige Studien nahelegen. Eine im Fachjournal „Nature Climate Change“ veröffentlichte Studie prognostiziert, dass die Turbulenzen in den nächsten Jahrzehnten aufgrund steigender globaler Temperaturen zunehmen könnten.
Die Luftfahrtindustrie arbeitet intensiv daran, Technologien zu entwickeln, die Turbulenzen besser vorhersagen und vermeiden können. Aktuelle Entwicklungen umfassen unter anderem verbesserte Wetterradarsysteme und Bordcomputer, die Flugbahnen automatisch anpassen können. Piloten durchlaufen zudem regelmäßige Schulungen, um in kritischen Situationen schnell und effektiv reagieren zu können.
Passagiere können selbst einige Vorkehrungen treffen, um das Risiko von Verletzungen durch Turbulenzen zu minimieren. Dazu gehört, dass der Sicherheitsgurt während des gesamten Fluges angeschnallt bleibt, auch wenn die Anschnallzeichen ausgeschaltet sind. Weiterhin wird empfohlen, schwere Gegenstände sicher zu verstauen und den Rat der Besatzung zu befolgen.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Vorfall mit Flug QR017 glücklicherweise ohne gravierende Folgen geblieben ist. Dies ist nicht zuletzt der schnellen und professionellen Reaktion der Crew und der Rettungsdienste zu verdanken. Die Untersuchung des Vorfalls wird hoffentlich dazu beitragen, die Sicherheit in der Luftfahrt weiter zu erhöhen und solche Ereignisse in Zukunft zu vermeiden.