Embraer 195-E2 (Foto: Steffen Lorenz).
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Helvetic Airways mit neuem Griechenland-Ziel ab Bern

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Die Schweizer Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways hat im Oktober 2026 ihre Streckenplanung für die Sommersaison 2027 ab dem Regionalflughafen Bern-Belp vorgestellt.

Ab dem 1. Juni 2027 nimmt das Unternehmen eine wöchentliche Verbindung nach Patras (Araxos) an der Nordwestküste der Peloponnes in Griechenland neu in das Angebot auf. Neben der neuen Destination führt die Fluggesellschaft etablierte Verbindungen zu Ferienzielen im östlichen und zentralen Mittelmeerraum fort. Um die operative Verlässlichkeit des Flugbetriebs an der Berner Basis abzusichern, stationiert Helvetic Airways auch in der Saison 2027 ein Flugzeug des Typs Embraer E190-E2 fest am Standort Belpmoos, ergänzt durch eigenes Cockpit-, Kabinen- und Wartungspersonal.

Anpassungen des Streckennetzes im östlichen und zentralen Mittelmeer

Das Sommerprogramm 2027 ab Bern umfasst vorrangig Urlaubsdestinationen in Südeuropa und Nordafrika, die mit festen Wochenfrequenzen bedient werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf griechischen Destinationen. Neben der wöchentlichen Freitagsverbindung nach Patras fliegt die Fluggesellschaft die Insel Kreta (Heraklion) zweimal wöchentlich an den Verkehrstagen Mittwoch und Samstag an. Das Griechenland-Portfolio wird durch Montagsflüge nach Kos sowie Sonntagsverbindungen nach Rhodos komplettiert.

Auf den Balearischen Inseln bleibt Palma de Mallorca ein zentraler Pfeiler im Flugplan ab Bern-Belp. Die Strecke wird donnerstags und sonntags bedient, was sowohl für Kurzreisen als auch für mehrwöchige Aufenthalte genutzt werden kann. Ergänzend dazu sieht der Flugplan samstags Direktflüge nach Larnaka auf Zypern sowie freitags eine Verbindung zur tunesischen Insel Djerba vor. Die Flüge werden in Kooperation mit Reiseveranstaltern wie Tui Suisse und Dertour Suisse sowie im Direktvertrieb angeboten.

Bedeutung der Basis stationierung am Flughafen Bern-Belp

Der Einsatz eines fest am Flughafen Bern-Belp stationierten Passagierflugzeugs vom Typ Embraer E190-E2 ist ein zentraler Faktor für den Erhalt des zivilen Linien- und Charterverkehrs in der Espace Mittelland. Die Embraer E190-E2 verfügt in der Konfiguration von Helvetic Airways über 110 Sitzplätze und eignet sich aufgrund ihrer Start- und Landeeigenschaften für die im Vergleich zu Großflughäfen kürzeren Pistenverhältnisse in Bern-Belp. Durch das Bereitstellen von fest zugeordneten Crews sowie eines eigenen Technikteams vor Ort minimiert die Airline das Risiko von Rotationsverzögerungen, die durch verspätete Inbound-Flüge aus anderen Drehkreuzen entstehen könnten.

Für den Regionalflughafen Bern stellt das Engagement von Helvetic Airways das Rückgrat des sommerlichen Chartergeschäfts dar. Nachdem der Standort in der Vergangenheit strukturelle Rückschläge durch den Abzug verschiedener Fluggesellschaften und die Einstellung von Linienverbindungen hinnehmen musste, stabilisiert das Frequenzangebot der Helvetic Airways das lokale Passagieraufkommen.

Flottenstruktur und operatives Umfeld der Helvetic Airways

Helvetic Airways betreibt eine Flotte, die primär aus Flugzeugen des brasilianischen Herstellers Embraer besteht, darunter Maschinen der Typen E190, E195 sowie der moderneren E190-E2 und E195-E2. Neben dem Eigenbetrieb von Urlaubsstrecken ab Regionalflughäfen wie Bern stellt das Erbringen von Flugdienstleistungen im Rahmen von Nasspachtverträgen (Wet-Lease) für andere Fluggesellschaften das wichtigste Standbein des Unternehmens dar. Ein wesentlicher Teil der Flotte fliegt im Dauerauftrag für die Schweizer Netzwerkträgerin Swiss International Air Lines, um deren europäisches Zubringernetz ab Zürich zu unterstützen.

Die rechtzeitige Veröffentlichung des Sommerflugplans 2027 im Oktober 2026 ermöglicht den Reiseveranstaltern eine frühzeitige Kontingentplanung und Absicherung der Kapazitäten im Schweizer Outbound-Markt. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Nischenstandorte wie Bern-Belp für Reiseveranstalter und Passagiere durch kurze Wege und rasche Abfertigungsprozesse attraktiv bleiben, solange die Ticketpreise die höheren Betriebskosten pro Sitzkilometer auf Regionalstrecken decken können.

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