Flughafen Bratislava (Foto: Robert Spohr).
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Historischer Passagierrekord am Flughafen Bratislava zum Jahresauftakt 2026

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Der Flughafen M. R. Štefánik in Bratislava hat im Januar 2026 ein außergewöhnliches Wachstum verzeichnet und das erfolgreichste Monatsergebnis seiner 75-jährigen Geschichte erzielt. Mit insgesamt 195.110 abgefertigten Fluggästen stieg das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 127 Prozent. Dieser massive Zuwachs ist primär auf die strategische Expansion der Fluggesellschaft Wizz Air zurückzuführen, die im Jahr 2026 eine neue Basis am slowakischen Hauptstadtflughafen eröffnet hat. Durch die Stationierung moderner Flugzeuge vom Typ Airbus A321neo konnte das Angebot an Linienverbindungen deutlich ausgeweitet werden, was die Attraktivität des Standorts im Wettbewerb mit dem nahegelegenen Flughafen Wien-Schwechat steigert.

Besonders hohe Auslastungen verzeichneten die täglichen Verbindungen nach Barcelona und in die ostslowakische Metropole Košice. Letztere unterstreicht die wachsende Bedeutung des innerstaatlichen Luftverkehrs als Zeitersparnis gegenüber den bodengebundenen Verkehrswegen. Zudem etablierten sich Neuzugänge wie Neapel und Alicante schnell als nachfragestarke Ziele. Das Streckennetz wurde durch Wizz Air im Januar um vier weitere regelmäßige Ziele ergänzt: Kutaisi in Georgien, Chișinău in Moldawien, Larnaca auf Zypern und die armenische Hauptstadt Eriwan. Diese neuen Routen zielen sowohl auf den Tourismus als auch auf den ethnischen Reiseverkehr ab und stärken die Rolle Bratislavas als osteuropäisches Luftverkehrsdrehkreuz.

Parallel zum Linienverkehr entwickelte sich das Chartergeschäft positiv, wobei Fernziele wie Salalah im Oman, Punta Cana in der Dominikanischen Republik und die vietnamesische Insel Phu Quoc die Statistik anführten. Diese Langstreckenflüge werden häufig mit geleastem Fluggerät größerer Kapazität durchgeführt. Die Zahl der Flugbewegungen stieg insgesamt um 35 Prozent auf 2.001 Starts und Landungen an. Auch der Luftfrachtsektor profitierte von der erhöhten Aktivität; das Frachtaufkommen wuchs um 18 Prozent auf 1.643 Tonnen. Experten sehen in dieser Entwicklung eine Bestätigung für die infrastrukturellen Investitionen der letzten Jahre, die eine effizientere Abfertigung von Passagieren und Gütern ermöglichen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Wachstums strahlen auf die gesamte Region Pressburg aus. Durch die erhöhte Frequenz und die neuen Flugverbindungen werden zusätzliche Kapazitäten im Bereich der Bodenabfertigung und der Flughafendienstleistungen benötigt. Der Generaldirektor des Flughafens, Dušan Novota, betonte, dass die Kombination aus neuen Basis-Kapazitäten und attraktiven Destinationen den Flughafen auf ein neues Leistungsniveau gehoben habe. Für das weitere Jahr 2026 wird mit einer Fortsetzung dieses Trends gerechnet, sofern die Nachfrage nach den neu erschlossenen Märkten in Kaukasus und Zentralasien stabil bleibt und die operativen Kapazitäten am Boden mit dem raschen Wachstum Schritt halten können.

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