Black Hawk S70 (Foto: Bundesheer).
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Hochgebirgslandelehrgang der Luftstreitkräfte in den österreichischen Alpen

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Das Österreichische Bundesheer führt vom 9. bis zum 20. Februar ein umfassendes Flugtraining im Hochgebirge durch. Schauplatz dieser intensiven Ausbildung ist der alpine Raum der Steiermark, Kärntens, Oberösterreichs, Salzburgs und Tirols. Als zentraler Ausgangspunkt dient der Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal. Zum Einsatz kommen dabei sämtliche Hubschraubertypen der Luftstreitkräfte, darunter der moderne Mehrzweckhubschrauber AW169 „Leonardo“, der Transporthubschrauber S-70 „Black Hawk“ sowie die Modelle AB212 und OH-58. Die Piloten üben unter anspruchsvollen Bedingungen das Manövrieren und Landen in schwierigem Gelände, wobei auch Nachtflüge auf dem Programm stehen.

Die Ausbildung erfolgt durch die Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, die für die Fachausbildung des gesamten Personals der Luftstreitkräfte zuständig ist. Ziel des zweiwöchigen Lehrgangs ist es, sowohl Flugschülern die Qualifikation zum Einsatzpiloten zu ermöglichen als auch erfahrenen Besatzungen den Erhalt ihrer Berechtigungen zu garantieren. Die geografischen Gegebenheiten Österreichs erfordern eine spezielle Expertise, da starke Winde und die dünne Luft in großen Höhen die Flugphysik massiv beeinflussen. Insbesondere bei Such- und Rettungseinsätzen sowie bei der Unterstützung der Truppe im Gebirge ist diese Präzision bei Außenlandungen abseits befestigter Flugplätze lebensnotwendig.

Zusätzliche Hintergründe verdeutlichen die technische Bedeutung dieses Trainings: Der Fliegerhorst in Aigen im Ennstal gilt als das Kompetenzzentrum für Gebirgslandungen innerhalb der europäischen Luftstreitkräfte. Durch die Stationierung der neuen AW169-Flotte wird der Standort derzeit modernisiert, um den Anforderungen an die digitalisierte Avionik gerecht zu werden. Internationale Kooperationen zeigen zudem regelmäßig, dass die österreichische Expertise im Hochgebirgsflug weltweit geschätzt wird. Die Verteilung der Landezonen auf über 50 verschiedene Gebiete dient dazu, die Belastung für die Bevölkerung in den Tälern zu entzerren und eine großflächige Ausbildungsmöglichkeit zu schaffen.

Die organisatorische Leitung liegt bei der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule mit Hauptsitzen in Langenlebarn und Zeltweg. Diese Institution sichert die Qualität der Militärpilotenausbildung durch standardisierte Verfahren ab. Die jährliche Wiederholung im Winter und Sommer ist notwendig, da sich die Landebedingungen auf Schnee und Eis fundamental von jenen im Sommer unterscheiden. Das Training umfasst neben den rein fliegerischen Aspekten auch die Koordination mit dem Bodenpersonal und die Navigation im hochalpinen Raum bei eingeschränkter Sicht, um die Einsatzbereitschaft für den Schutz der Bevölkerung jederzeit zu gewährleisten.

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