Februar 11, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Februar 11, 2026

Ausweitung des Wizz Class Angebots auf das gesamte Streckennetz

Die Fluggesellschaft Wizz Air rollt ihr neues Serviceprodukt „Wizz Class“ nach einer Pilotphase seit dem 9. Februar 2026 auf ihr gesamtes Flugnetz aus. Das Angebot richtet sich gezielt an Passagiere, die mehr Komfort wünschen, ohne die Kosten einer klassischen Business Class tragen zu müssen. Zuvor wurde das Konzept an sechs ausgewählten Basen, darunter London, Warschau und Budapest, getestet. Laut Unternehmensangaben übertraf die Nachfrage, insbesondere im Bereich der Geschäftsreisen, die internen Erwartungen deutlich. Der Kern des Angebots besteht aus einem garantierten freien Mittelsitz in der ersten Reihe des Flugzeugs. Durch die Belegung der Plätze 1A, 1C, 1D und 1F bleiben die Sitze 1B und 1E leer, was den Reisenden mehr persönliche Bewegungsfreiheit und Platz zum Arbeiten verschafft. Da die erste Reihe bauartbedingt ohnehin über eine größere Beinfreiheit verfügt, wird der Komfort gesteigert, ohne dass die Fluggesellschaft bauliche Veränderungen an der Kabine vornehmen muss. Damit behält Wizz Air seine hocheffiziente Ein-Klassen-Konfiguration bei, die das Rückgrat des Geschäftsmodells bildet. Interessenten können die Wizz Class als Zusatzoption im Rahmen der „Smart“- oder „Plus“-Tarife buchen. Diese Pakete enthalten bereits Vorteile wie Priority Boarding und ein größeres Handgepäckstück. Zusätzlich zum freien Mittelsitz erhalten Kunden während des Fluges einen Snack sowie ein alkoholfreies Getränk kostenfrei. Die Fluggesellschaft nutzt dieses Modell, um ihre Einnahmen pro Passagier zu steigern und gleichzeitig flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Privat- und Firmenkunden zu reagieren. Branchenexperten sehen in diesem Schritt eine Fortsetzung des Trends, bei dem Billigflieger versuchen, zahlungskräftigere Kundensegmente zu erschließen. Wizz Air positioniert sich damit als direkter Konkurrent zu etablierten

weiterlesen »

Wachstum im Segment für Individualreisen bei Explorer

Der Reisespezialist Explorer verzeichnet im laufenden Geschäftsjahr eine signifikante Steigerung seiner Absatzzahlen und hat im Partnervertrieb bereits den gesamten Umsatz des Vorjahres übertroffen. Als Teil der schauinsland-reisen-Gruppe gewinnt die Marke zunehmend an Bedeutung innerhalb des Konzernportfolios. Dieser Trend unterstreicht die steigende Relevanz von modularen Reiseangeboten auf dem deutschsprachigen Markt, da Urlauber vermehrt nach maßgeschneiderten Lösungen jenseits klassischer Pauschalarrangements suchen. Die Integration in die Vertriebsstrukturen der Muttergesellschaft ermöglicht es Reisebüros, auf ein breites Spektrum an Bausteinen zuzugreifen, wobei die Provisionsmodelle an die etablierten Standards von schauinsland-reisen angeglichen wurden. Explorer setzt dabei auf ein Baukastensystem, das von geführten Rundreisen bis hin zu vollständig individuellen Touren reicht. Technisch wird dies durch digitale Buchungstools wie den sogenannten TripBuilder unterstützt, während für komplexe Anfragen ein spezialisiertes Expertenteam zur manuellen Angebotserstellung bereitsteht. Hinter dem Erfolg steht eine gezielte Strategie zur Unterstützung der stationären Vertriebspartner. Durch Schulungen, Web-Seminare und eine engmaschige Betreuung durch den Außendienst versucht das Unternehmen, die Komplexität des Bausteingeschäfts für Expedienten zu reduzieren. Marktbeobachtungen bestätigen, dass der Bereich der Fern- und Individualreisen nach der Pandemie eine überproportionale Erholung erfahren hat, da Kunden bereit sind, für spezialisierte Beratung und Flexibilität höhere Preise zu zahlen. Branchenexperten werten die Entwicklung von Explorer als Beleg für die fortschreitende Ausdifferenzierung des Reisemarktes. Während standardisierte Produkte unter Preisdruck stehen, bietet das margenstarke Segment der Individualreisen den Reisebüros eine wichtige Erlösquelle. Durch die nahtlose Einbindung in bestehende Reservierungssysteme werden administrative Hürden abgebaut, was die Akzeptanz des Produkts im täglichen Beratungsgeschäft zusätzlich erhöht.

weiterlesen »

Condor kooperiert mit German Airways für Zubringerflüge am Standort Frankfurt

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor erweitert ihre operativen Kapazitäten und hat für den kommenden Sommerflugplan 2026 eine Zusammenarbeit mit dem Wet-Lease-Spezialisten German Airways vereinbart, berichtete zunächst das Handelsblatt. Im Rahmen dieser Kooperation wird German Airways zunächst zwei Regionalflugzeuge des Typs Embraer E190 bereitstellen, um das Zubringernetz zum Frankfurter Drehkreuz zu verstärken. Die Maschinen sollen sowohl innerdeutsche Verbindungen als auch Strecken aus dem benachbarten europäischen Ausland bedienen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Abhängigkeit von externen Partnern zu verringern und ein stabiles Angebot für Langstreckenpassagiere sicherzustellen. Hintergrund dieser Entscheidung ist das Ende der langjährigen engen Kooperation mit der Lufthansa, die das bisherige Abkommen zur Zubringerleistung gekündigt hatte. Zwar besteht weiterhin eine Interlining-Vereinbarung, diese erlaubt Condor jedoch keine feste Kontingentplanung mehr. Um die entstandene Lücke zu schließen, setzt das Management unter Flughafenchef Peter Gerber verstärkt auf ein eigenes Netzwerk, die sogenannten City-Verbindungen. Da die eigene Flotte der Condor vorrangig auf lukrativen Urlaubsstrecken benötigt wird, stellt die Anmietung von Kapazitäten bei German Airways eine strategische Lösung dar, um wertvolle Slots und Flugzeuge für touristische Fernziele freizuhalten. German Airways verfügt über langjährige Erfahrung im Auftrag namhafter europäischer Fluggesellschaften und betreibt unter anderem Flüge für die niederländische KLM. Um die neuen Aufgaben für Condor und bestehende Verpflichtungen parallel bewältigen zu können, plant die Airline eine Erweiterung ihrer Flotte um bis zu zwei zusätzliche Embraer-Maschinen. Die Geschäftsführung von German Airways verweist dabei auf die hohe betriebliche Zuverlässigkeit und eine eigene Wartungsabteilung als Qualitätsmerkmale. Ob die für Condor eingesetzten Flugzeuge die markante Streifen-Lackierung des Ferienfliegers erhalten werden, blieb

weiterlesen »

Hochgebirgslandelehrgang der Luftstreitkräfte in den österreichischen Alpen

Das Österreichische Bundesheer führt vom 9. bis zum 20. Februar ein umfassendes Flugtraining im Hochgebirge durch. Schauplatz dieser intensiven Ausbildung ist der alpine Raum der Steiermark, Kärntens, Oberösterreichs, Salzburgs und Tirols. Als zentraler Ausgangspunkt dient der Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal. Zum Einsatz kommen dabei sämtliche Hubschraubertypen der Luftstreitkräfte, darunter der moderne Mehrzweckhubschrauber AW169 „Leonardo“, der Transporthubschrauber S-70 „Black Hawk“ sowie die Modelle AB212 und OH-58. Die Piloten üben unter anspruchsvollen Bedingungen das Manövrieren und Landen in schwierigem Gelände, wobei auch Nachtflüge auf dem Programm stehen. Die Ausbildung erfolgt durch die Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, die für die Fachausbildung des gesamten Personals der Luftstreitkräfte zuständig ist. Ziel des zweiwöchigen Lehrgangs ist es, sowohl Flugschülern die Qualifikation zum Einsatzpiloten zu ermöglichen als auch erfahrenen Besatzungen den Erhalt ihrer Berechtigungen zu garantieren. Die geografischen Gegebenheiten Österreichs erfordern eine spezielle Expertise, da starke Winde und die dünne Luft in großen Höhen die Flugphysik massiv beeinflussen. Insbesondere bei Such- und Rettungseinsätzen sowie bei der Unterstützung der Truppe im Gebirge ist diese Präzision bei Außenlandungen abseits befestigter Flugplätze lebensnotwendig. Zusätzliche Hintergründe verdeutlichen die technische Bedeutung dieses Trainings: Der Fliegerhorst in Aigen im Ennstal gilt als das Kompetenzzentrum für Gebirgslandungen innerhalb der europäischen Luftstreitkräfte. Durch die Stationierung der neuen AW169-Flotte wird der Standort derzeit modernisiert, um den Anforderungen an die digitalisierte Avionik gerecht zu werden. Internationale Kooperationen zeigen zudem regelmäßig, dass die österreichische Expertise im Hochgebirgsflug weltweit geschätzt wird. Die Verteilung der Landezonen auf über 50 verschiedene Gebiete dient dazu, die Belastung für die Bevölkerung in

weiterlesen »

Gerichtliche Auseinandersetzung um Verkaufsstrategien und Gebührenstrukturen im Luftverkehr

Ein wegweisendes Urteil des Handelsgerichts Brüssel markiert einen bedeutenden Moment in der rechtlichen Bewertung moderner Buchungsprozesse im Luftverkehrssektor. Das Gericht hat der irischen Fluggesellschaft Ryanair die Unterlassung bestimmter kommerzieller Praktiken und Marketingmethoden in Belgien auferlegt, während es gleichzeitig fundamentale Pfeiler des Geschäftsmodells von Billigfluggesellschaften bestätigte. Im Zentrum des Verfahrens standen Vorwürfe irreführender Werbung und die Verwendung sogenannter Dark Patterns – digitaler Designmuster, die darauf abzielen, Nutzer zu vorteilhaften Entscheidungen für den Anbieter zu bewegen. Während die Verbraucherschutzorganisation Testachats Siege bei der Transparenz von Preisnachlässen und der Verfügbarkeitsanzeige errang, scheiterten die Kläger bei ihrem Versuch, Zusatzgebühren für Kabinengepäck und Sitzplatzreservierungen grundsätzlich zu Fall zu bringen. Diese Entscheidung verdeutlicht die feine Grenze zwischen legitimer unternehmerischer Preisgestaltung und unzulässiger Verbraucherbeeinflussung in einem hochkompetitiven Markt. Rechtliche Bewertung von Marketingtaktiken und Transparenzpflichten Das Brüsseler Gericht befasste sich intensiv mit den digitalen Verkaufsstrategien, die Ryanair auf seiner Buchungsplattform einsetzt. In seinem Urteil vom 28. Januar stellte das Gericht fest, dass mehrere Praktiken des Unternehmens gegen geltendes Verbraucherschutzrecht verstoßen. Dazu gehört insbesondere die Bewerbung von Rabatten, die auf fiktiven Referenzpreisen basieren. Solche Methoden suggerieren eine Ersparnis, die in der Realität nicht vorhanden ist, da der ursprüngliche Preis nie ernsthaft verlangt wurde. Ein weiterer Punkt der gerichtlichen Rüge betrifft die Erzeugung künstlicher Dringlichkeit. Das Gericht untersagte die Einblendung von Hinweisen, wonach preisgünstige Sitzplätze nahezu ausverkauft seien, wenn diese Behauptung nicht den tatsächlichen Buchungsdaten entspricht. Diese Taktik soll Kunden unter psychologischen Druck setzen, den Buchungsvorgang voreilig abzuschließen. Des Weiteren bemängelte das Gericht die mangelnde Transparenz bei Gepäckgebühren. Es wurde

weiterlesen »

Positive Personalentwicklung beim Österreichischen Bundesheer im Jahr 2025

Das Österreichische Bundesheer hat im abgelaufenen Kalenderjahr 2025 eine erfolgreiche Bilanz seiner Rekrutierungsmaßnahmen gezogen. Im Zuge der großangelegten Personaloffensive „Mission Vorwärts“ konnten insgesamt 3.039 neue Mitarbeiter für den Dienst an der Waffe sowie für zivile Aufgaben gewonnen werden. Trotz einer natürlichen Fluktuation und Pensionierungen, die sich auf 2.344 Personen beliefen, verbleibt ein Nettozuwachs von 695 Beschäftigten. Damit setzt sich der Trend einer personellen Konsolidierung fort, nachdem die Streitkräfte über Jahre hinweg mit Überalterung und Personalmangel zu kämpfen hatten. Besonders hervorzuheben ist das Wachstum im militärischen Kernbereich, in dem ein Plus von 404 Soldaten verzeichnet wurde. Auch der zivile Sektor sowie die Ausbildung von Lehrlingen trugen maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. Mit 105 neu aufgenommenen Auszubildenden, vornehmlich in technischen und administrativen Fachrichtungen, sichert die Institution langfristig benötigtes Fachpersonal. Regional betrachtet stechen Niederösterreich mit einem Zuwachs von 206 Personen sowie die Steiermark und Kärnten als starke Rekrutierungsgebiete hervor. Selbst an Großstandorten wie der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg überstiegen die Neuaufnahmen die Zahl der Abgänge deutlich. Zusätzliche Daten belegen, dass die Attraktivität des Dienstes durch Anpassungen bei den Gehaltsstrukturen und Zulagen im Rahmen der Besoldungsreform gesteigert wurde. Experten sehen in dem Zuwachs eine notwendige Voraussetzung für die Bedienung der neu beschafften Waffensysteme und die Umsetzung des Aufbauplans „Österreich 2032“. Die Erhöhung des Verteidigungsbudgets in den letzten Jahren ermöglichte nicht nur Investitionen in schweres Gerät, sondern auch die Finanzierung dieser zusätzlichen Planstellen. Die Stabilisierung des Personalstandes gilt als zentraler Faktor, um die militärische Landesverteidigung und die territoriale Souveränität angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa zu gewährleisten.

weiterlesen »

Entwicklung und Ausblick der Flugverbindungen zur Ferienregion Usedom für das Jahr 2026

Der Flughafen Heringsdorf bereitet sich auf eine intensivierte Flugsaison vor, die offiziell am 2. Mai 2026 beginnt und das touristische Angebot der Insel Usedom maßgeblich prägen wird. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2025, in dem die Passagierzahlen um knapp sieben Prozent auf insgesamt 23.156 Fluggäste gesteigert werden konnten, setzt die Flughafengesetzschaft auf Kontinuität und den Ausbau bewährter Verbindungen. Das Streckennetz für das kommende Jahr umfasst fünf strategisch bedeutsame Destinationen im In- und Ausland, wobei die Flugtage konsequent auf den Samstag konzentriert bleiben, um den Bettenwechsel in der regionalen Hotellerie optimal zu unterstützen. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 80 Prozent im Vorjahr hat sich der Regionalflughafen als stabiler Faktor in der Infrastruktur Mecklenburg-Vorpommerns erwiesen und verzeichnete insgesamt etwa 4500 Flugbewegungen, was die Relevanz des Standortes für den gehobenen Tourismus unterstreicht. Wirtschaftliche Bilanz und strategische Positionierung des Regionalflughafens Die positive Entwicklung der Passagierzahlen im vergangenen Jahr wird von der Flughafengeschäftsführung als Bestätigung des aktuellen Kurses gewertet. Dirk Zabel, Geschäftsführer des Flughafens Heringsdorf, betonte, dass die Zunahme von 21.689 auf über 23.000 Passagiere kein Zufall sei, sondern auf einer gezielten Auswahl attraktiver Quellmärkte basiere. Regionalflughäfen stehen oft vor der Herausforderung, Linienverbindungen in einem saisonal geprägten Umfeld wirtschaftlich zu betreiben. Heringsdorf gelingt dies durch eine enge Verzahnung mit Reiseveranstaltern und etablierten Fluggesellschaften. Besonders die internationale Anbindung an Luxemburg erwies sich im vergangenen Jahr mit einer Auslastung von 84 Prozent als Zugpferd des operativen Geschäfts. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Segment der Flugreisen zur Insel Usedom vor allem Gäste anspricht, die Wert auf eine schnelle

weiterlesen »

Ausweitung der Pauschalreiseangebote von Turkish Airlines Holidays in Europa

Turkish Airlines Holidays, die Pauschalreisesparte der nationalen Fluggesellschaft der Türkei, forciert ihre Expansion auf dem europäischen Markt durch die Einführung lokaler Online-Plattformen in sechs weiteren Ländern. Ab sofort stehen spezifische Webpräsenzen für Kunden in Irland, Polen, Rumänien, Luxemburg sowie Dänemark und Schweden zur Verfügung. Diese strategische Entscheidung reagiert auf die weltweit steigende Nachfrage nach integrierten Reiselösungen, bei denen Flug, Unterkunft und Zusatzleistungen aus einer Hand gebucht werden können. Die neuen Portale zielen darauf ab, den Planungsprozess für Urlauber durch ein gebündeltes Angebot effizienter zu gestalten und die Marktpräsenz der Marke in Nord- und Osteuropa sowie in den Benelux-Staaten zu festigen. Das Geschäftsmodell von Turkish Airlines Holidays basiert auf einer engen Verknüpfung mit dem globalen Streckennetz der Muttergesellschaft, die zu den Airlines mit den meisten angeflogenen Ländern weltweit zählt. Das Portfolio umfasst über 200 Reiseziele in rund 60 Staaten und bietet Reisenden exklusive Paketpreise sowie eine Bestpreisgarantie. Ein wesentlicher Bestandteil der Kundenbindungsstrategie ist die Integration in das Vielfliegerprogramm Miles&Smiles. Nutzer können Meilen für das gesamte gebuchte Paket sammeln, was über die herkömmliche Gutschrift für reine Flugleistungen hinausgeht. Zudem beinhalten die Pauschalangebote grundsätzlich kostenloses Aufgabegepäck, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Billigfluganbietern im dynamischen Marktsegment der Urlaubsreisen erhöhen soll. Hintergrund dieser Expansion ist der allgemeine Trend in der Luftfahrtbranche, die Wertschöpfungskette durch eigene Reiseveranstaltermarken zu verlängern. Turkish Airlines nutzt hierbei das Drehkreuz Istanbul als zentralen Knotenpunkt für globale Verbindungen. Durch die technologische Zusammenarbeit mit spezialisierten Softwareanbietern für dynamische Paketierung kann das Unternehmen Hotelkapazitäten in Echtzeit mit Flugplänen kombinieren. Dies ermöglicht individuelle Touren und personalisierte

weiterlesen »

Geopolitische Annäherung und die Debatte um neue Luftverkehrsrechte am Golf

Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz forciert eine strategische Neuausrichtung der deutschen Außenwirtschaftspolitik gegenüber den Golfstaaten. Nach einer dreitägigen Reise des Kanzlers durch Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zeichnet sich eine deutliche Intensivierung der bilateralen Beziehungen ab. Im Zentrum der Gespräche standen nicht nur potenzielle Handelsabkommen, sondern auch die hochsensible Frage nach erweiterten Verkehrsrechten für die staatliche Fluggesellschaft Emirates. Während die Politik in Berlin eine direkte Anbindung der Hauptstadt an das globale Netzwerk von Emirates befürwortet, formiert sich massiver Widerstand seitens der Gewerkschaft Verdi und der etablierten europäischen Fluggesellschaften. Die Debatte verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen geopolitischen Interessen, der Stärkung regionaler Infrastrukturen wie dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und dem Schutz des heimischen Luftverkehrsstandortes gegenüber staatlich subventionierten Wettbewerbern aus dem Nahen Osten. Strategische Partnerschaften und die Reise des Bundeskanzlers Der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Golfregion markiert einen Wendepunkt in der deutschen Diplomatie. Die Reise, die Stationen in Riad, Doha und Abu Dhabi umfasste, diente primär der Absicherung wirtschaftlicher Interessen und der Diversifizierung der deutschen Handelsbeziehungen. Merz betonte am Ende seiner Tour, dass Deutschland bereit sei, die außenwirtschaftliche Zusammenarbeit massiv auszuweiten. Ein mögliches Handelsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten steht dabei ganz oben auf der Agenda. Diese Offenheit signalisiert den Wunsch, Deutschland als attraktiven Partner für die finanzstarken Staaten der Arabischen Halbinsel zu positionieren, die derzeit massiv in ihre eigene wirtschaftliche Transformation investieren. In diesem Kontext rückt die Luftfahrtpolitik zwangsläufig in den Fokus. Die Golfstaaten betrachten den Zugang zu europäischen Märkten als wesentlichen Bestandteil ihrer wirtschaftlichen

weiterlesen »

Führungswechsel bei der Air Astana Group im Frühjahr 2026

Die Air Astana Group bereitet einen umfassenden Generationswechsel an der Konzernspitze vor. Ab dem 1. März 2026 wird Gonçalo Pires das Amt des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen. Pires wechselt von der staatlichen Fluggesellschaft TAP Air Portugal nach Kasachstan, wo er seit 2021 maßgeblich an der finanziellen Sanierung und der digitalen Transformation des portugiesischen Unternehmens beteiligt war. Seine weitreichende Expertise im Investmentbanking sowie seine Erfahrung in der Restrukturierung von Luftfahrtunternehmen sollen dazu beitragen, die finanzielle Stabilität der Gruppe weiter zu festigen und neue Marktpotenziale in Zentralasien zu erschließen. Die Personalentscheidung ist Teil eines langfristig angelegten Nachfolgeplans. Wie bereits im Herbst des Vorjahres kommuniziert, wird der bisherige Finanzchef Ibrahim Canliel zum 1. April 2026 den Posten des Chief Executive Officer (CEO) übernehmen. Canliel, der die Gruppe acht Jahre lang als CFO begleitete, tritt damit die Nachfolge von Peter Foster an, der das Unternehmen über zwei Jahrzehnte prägte und zu einem der führenden Luftfahrtkonzerne der Region entwickelte. Die Übergangsphase im März dient der nahtlosen Übergabe der finanziellen Agenden, bevor die neue Führungsriege die Gesamtverantwortung übernimmt. Die Air Astana Group, die neben der gleichnamigen Full-Service-Airline auch den 2019 gestarteten Billigflieger FlyArystan betreibt, befindet sich in einer Phase der Flottenmodernisierung und Netzausweitung. Mit dem geplanten Einsatz neuer Langstreckenflugzeuge wie dem Airbus A321LR und der Boeing 787 Dreamliner verfolgt das Unternehmen das Ziel, Almaty als zentrales Drehkreuz zwischen Europa und Asien zu stärken. Die Berufung eines international erfahrenen Finanzexperten wie Pires wird in Branchenkreisen als Signal an internationale Investoren gewertet, die Profitabilität und Effizienz des

weiterlesen »