Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) von 421,4 Millionen Schweizer Franken (rund 460 Millionen Euro).
Dies entspricht einer geringfügigen Steigerung um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Gesamterträge stiegen im selben Zeitraum um 5,3 Prozent auf 4,38 Milliarden Schweizer Franken. Trotz einer anhaltend hohen Nachfrage im Passagierverkehr, insbesondere in den gehobenen Kabinenklassen auf der Langstrecke, verhinderten stark gestiegene Kerosinpreise einen höheren Zuwachs der Profitabilität.
Nach Angaben von Finanzvorstand Dennis Weber entsprachen die zusätzlichen Umsatzerlöse im Wesentlichen den Mehrausgaben für Flugtreibstoff, wodurch die Margen unter Druck blieben. Die Anzahl der beförderten Passagiere ging im Neunmonatszeitraum leicht um 0,7 Prozent auf rund 13,7 Millionen zurück, während die Gesamtzahl der durchgeführten Flüge um drei Prozent auf rund 106.500 Einheiten sank. Kompensiert wurden die verringerten Flugzahlen teilweise durch ein stabiles Frachtgeschäft. Die Frachtsparte Swiss Worldcargo profitierte von einer erhöhten Volumennachfrage im Asienverkehr und lieferte überdurchschnittliche Ergebnisbeiträge.
Für das vierte Quartal 2026 sowie das nachfolgende Geschäftsjahr rechnet das Management der Fluggesellschaft mit anhaltendem Kostendruck. Der Marktpreis für Kerosin hat sich nach Unternehmensangaben im Verlauf des Jahres im Vergleich zum Jahresbeginn annähernd verdoppelt. Neben den Flugtreibstoffkosten belasten steigende Aufwendungen für Wartung und Personal die operative Aufstellung. CEO Jens Fehlinger kündigte die strikte Fortführung von Spar- und Effizienzmaßnahmen an, um die Kostenstruktur der Fluggesellschaft an das veränderte Umfeld anzupassen.