Die Reederei Holland America Line, ein etablierter Name im Kreuzfahrtgeschäft, reagiert auf eine bemerkenswert starke Nachfrage nach Reisen auf dem europäischen Kontinent, insbesondere nach Nordeuropa-Kreuzfahrten.
Infolgedessen hat das Unternehmen angekündigt, seine Europa-Saison 2026 um sechs Wochen zu verlängern, so daß sie bis Mitte November andauert. Darüber hinaus wird Holland America Line im Jahre 2027 seine Kapazitäten in der Region erheblich aufstocken, indem ein viertes Schiff für das Europa-Programm eingesetzt wird. Diese strategische Ausweitung unterstreicht das wachsende Interesse an Kreuzfahrten in europäischen Gewässern und die Bereitschaft der Reederei, ihre Präsenz in einem wichtigen Marktsegment zu festigen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, den Wünschen der Passagiere nach längeren Saisons und einer größeren Vielfalt an Routen gerecht zu werden.
Verlängerte Saison 2026: Einzigartige Polarlicht-Reise als Höhepunkt
Die Verlängerung der Europa-Saison 2026 bis Mitte November ermöglicht es Holland America Line, neue und besonders attraktive Reiseerlebnisse anzubieten, die den Herbst und den frühen Winter umfassen. Ein buchstäbliches Glanzlicht dieser erweiterten Saison ist die 14-tägige Polarlicht-Reise mit dem klangvollen Namen „Arctic Journey and Northern Lights“. Diese besondere Kreuzfahrt wird mit der Nieuw Statendam durchgeführt, einem modernen Schiff, das für solche Expeditionen gut geeignet ist.
Die Route dieser Reise verspricht ein unvergessliches Erlebnis: Von Rotterdam aus geht es über malerische norwegische Küstenstädte wie Ålesund und Trondheim bis nach Tromsø, oft als „Hauptstadt der Arktis“ bezeichnet. Von dort aus führt die Reise weiter nach Alta, welche als inoffizielle Nordlicht-Hauptstadt der Welt gilt und als idealer Ort für die Beobachtung dieses atemberaubenden Naturphänomens bekannt ist. Weitere Höhepunkte der Reise sind ein Besuch der atemberaubenden Lofoten-Inseln, einer Inselgruppe mit dramatischer Landschaft, sowie Anläufe der Shetlandinseln, einer schottischen Inselgruppe mit reicher Geschichte und einzigartiger Natur.
Paul Grigsby, Vice President Deployment and Itinerary Planning bei Holland America Line, hebt die Besonderheit dieser Reise hervor: „Da 2026 ein besonders aktives Jahr für Polarlichter werden soll, bieten wir mit dieser neuen Route eine einmalige Chance, das Schauspiel unter optimalen Bedingungen zu erleben – fernab von Lichtverschmutzung, bei klarem Himmel und in langen Winternächten.“ Die Aktivität der Polarlichter hängt mit dem Sonnenzyklus zusammen, und 2026 wird voraussichtlich ein Höhepunkt der Sonnenaktivität erreicht, was die Wahrscheinlichkeit spektakulärer Aurora Borealis-Sichtungen erhöht. Diese strategische Platzierung der Reise in der Nebensaison zeigt das Bestreben der Reederei, einzigartige Nischenmärkte zu bedienen und das ganzjährige Kreuzfahrterlebnis zu fördern. Die Möglichkeit, das Nordlicht in einer komfortablen und luxuriösen Umgebung zu erleben, spricht eine spezifische Zielgruppe an, die an außergewöhnlichen Reiseerlebnissen interessiert ist.
Neue Routen und wachsende Popularität Nordeuropas
Neben der Polarlicht-Kreuzfahrt hat Holland America Line weitere attraktive Routen für die verlängerte Saison 2026 und darüber hinaus neu aufgelegt. Dazu gehören eine 14-tägige Mittelmeer- und Atlantik-Kreuzfahrt, welche einen Übernachtaufenthalt in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon einschließt. Dies bietet den Passagieren die Gelegenheit, die Stadt auch am Abend zu erkunden und tiefer in die lokale Kultur einzutauchen. Eine einwöchige Reise nach Fjordnorwegen, eine klassische und stets beliebte Route, ergänzt das Angebot. Ferner wurde eine 15-tägige Überführungsfahrt von Rotterdam über die Normandie und England nach Fort Lauderdale in den Vereinigten Staaten neu konzipiert, welche nicht nur als Transportweg, sondern als eigenständiges Reiseerlebnis dient.
Die verstärkte Konzentration auf Nordeuropa ist eine direkte Reaktion auf die Präferenzen der Passagiere. Eine Kundenbefragung der Reederei ergab, daß fast die Hälfte der Befragten Nordeuropa, einschließlich Island und Grönland, als eines der attraktivsten Kreuzfahrtziele überhaupt einstuft. Diese Regionen bieten eine einzigartige Kombination aus atemberaubender Natur, reicher Geschichte und faszinierenden Kulturen, die zunehmend das Interesse von Kreuzfahrtreisenden wecken. Die Fjorde Norwegens, die vulkanischen Landschaften Islands, die unberührte Wildnis Grönlands und die historischen Städte der Ostsee sind nur einige der Höhepunkte, die diese Regionen zu bieten haben.
Als Konsequenz dieser steigenden Nachfrage setzt Holland America Line im Jahre 2027 in Nordeuropa neben der Nieuw Statendam und der Rotterdam (beide ab Rotterdam) nun auch die Zuiderdam ab Amsterdam ein, um noch mehr Routen nach Skandinavien, Island, Grönland, ins Baltikum und zu den Britischen Inseln anbieten zu können, wodurch die Auswahl für die Kunden erheblich erweitert wird. Eine erhöhte Kapazität bedeutet auch eine größere Flexibilität bei der Routenplanung und die Möglichkeit, spezialisierte Reisen anzubieten.
Flottenstrategie 2027: Vier Schiffe in Europa und neue Abfahrtshäfen
Die strategische Entscheidung, im Jahre 2027 ein viertes Schiff, die Oosterdam, in Europa einzusetzen, unterstreicht das langfristige Engagement von Holland America Line in dieser Region. Die Oosterdam wird weiterhin im Mittelmeer eingesetzt, einer traditionell starken Kreuzfahrtregion, die eine Vielzahl von historischen Stätten, sonnigen Küsten und kulturellen Erlebnissen bietet. Die Verteilung der Schiffe auf verschiedene Regionen Europas – Nordeuropa und Mittelmeer – ermöglicht es der Reederei, ein diversifiziertes Angebot zu präsentieren und verschiedene Kundensegmente anzusprechen.
Die Nieuw Statendam wird im Jahre 2027 nach Dover in England zurückkehren, um von dort aus Kreuzfahrten rund um die Britischen Inseln anzubieten. Diese Reisen sind oft bei Passagieren beliebt, die die Küstenlandschaften und historischen Städte Großbritanniens und Irlands erkunden möchten. Die Zuiderdam und die Rotterdam werden darüber hinaus auch Abfahrten ab Reykjavík, der Hauptstadt Islands, anbieten. Dies ist ein strategischer Schritt, um den Passagieren die Möglichkeit zu geben, ihre Kreuzfahrten direkt in der Arktis zu beginnen oder zu beenden, was die Attraktivität von Island als Reisedestination weiter steigert. Solche „Open-Jaw“-Routen, bei denen der Start- und Zielhafen unterschiedlich sind, bieten Reisenden mehr Flexibilität bei der An- und Abreise und ermöglichen es ihnen, mehr Zeit an Land zu verbringen.
Die erweiterte Präsenz von Holland America Line in Europa ist auch ein Zeichen für die allgemeine Erholung und das Wachstum des Kreuzfahrtmarktes nach herausfordernden Zeiten. Die Branche verzeichnet weltweit wieder steigende Passagierzahlen und Reedereien investieren verstärkt in neue Schiffe und die Erweiterung ihres Streckennetzes. Holland America Line, als Teil der Carnival Corporation & plc, profitiert von dieser positiven Entwicklung und festigt seine Position als Premium-Anbieter im Kreuzfahrtsegment. Die Fokussierung auf längere Kreuzfahrten und besondere Reiseerlebnisse, wie die Polarlicht-Sichtungen, differenziert das Angebot der Reederei von anderen Anbietern und spricht eine Kundschaft an, die Wert auf Qualität, Komfort und einzigartige Erlebnisse legt. Die verstärkte Präsenz in Europa zeugt von einem strategischen Optimismus und dem Vertrauen in die anhaltende Nachfrage nach Seereisen in dieser attraktiven Region.