Die österreichische Hotellerie meldet für die Weihnachtsfeiertage eine gute Auslastung der Betten, sieht sich aber aufgrund des massiven Kostendrucks durch höhere Preise für Lebensmittel, Energie und Dienstleistungen mit Ertragsproblemen konfrontiert. Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV), mahnt daher, die gesamte Wintersaison optimal auszuschöpfen und fordert zusätzliche werbliche Maßnahmen für das Saisonfinale im Frühjahr.
Veit betonte, dass die gute Auslastung allein die gestiegenen Kosten nicht kompensieren könne. Ein weiteres Problem sei der Kaufkraftschwund, der sich bei Standardzimmer-Buchungen oft in rückläufigen Nebenausgaben der Gäste niederschlage. Während der wichtige deutsche Markt eine gewisse Schwäche zeige, verzeichne man Zuwächse bei Gästen aus den USA und Asien. Der ÖHV-Präsident hob die Bedeutung internationaler Skipass-Programme wie dem Indy Pass oder dem Epic Pass hervor, die internationale Aufmerksamkeit und Gäste in die Alpenregion brächten. Gleichzeitig warnte Veit vor Investitionsstaus auf Destinationsebene, da Attraktivitätsverluste drohten, wenn an der falschen Stelle gespart werde.
Als erfolgreiche Zugpferde zur Belebung von Regionen nannte Veit die Inszenierung des Advents sowie die Durchführung von Großevents, wie Konzerte zum Saison-Opening. Er verwies auf namhafte Acts in Skidestinationen, etwa die Backstreet Boys in Schladming oder Rita Ora in Ischgl, die eine erhebliche Wertschöpfung in die ländlichen Regionen bringen. Trotz dieser Erfolge sinke die Nachfrage im Frühjahr stärker ab als in früheren Jahren, weshalb die Buchungen für den März merklich unter dem Normalniveau lägen. Highlights wie Auftritte von Christina Aguilera in Ischgl oder das Electric Mountain Festival in Sölden seien wichtig, müssten aber durch mehr Werbung unterstützt werden. Veit sieht im März großes Potenzial für Sonnenskilauf, Mountainbiken und Wellness, das mit gezielter werblicher Unterstützung voll ausgeschöpft werden sollte.