Eine europäische Sammelklage gegen den Online-Anbieter Booking.com hat bisher mehr als 15.000 Hotels und Beherbergungsbetriebe angezogen. Allein in Österreich haben sich rund 750 Betriebe für die Teilnahme an der Klage registriert.
Die Initiative wird vom europäischen Hotelverband HOTREC und mehr als 30 nationalen Verbänden unterstützt. Sie richtet sich gegen die jahrelange Anwendung von Bestpreisklauseln, die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) im September 2024 als unvereinbar mit dem EU-Wettbewerbsrecht beurteilt wurden.
Das Ziel der Klage sei es, finanzielle Schäden geltend zu machen, die den Hotelbesitzern durch die Klauseln entstanden sein könnten. Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, erklärte, daß die hohe Beteiligung das Interesse an einer rechtlichen Klärung zeige.
Die Daten der teilnehmenden Hotels werden nach Ablauf der Anmeldefrist konsolidiert und geprüft. Die Klage soll noch vor Jahresende beim Bezirksgericht Amsterdam, dem Sitz von Booking.com, eingebracht werden.